Jedes Jahr im August stehe ich vor demselben Problem: zu viele Zucchini. Ob vom Wochenmarkt, aus dem Nachbargarten oder weil ich selbst mal wieder zu großzügig eingekauft habe. Irgendwann liegen sie zu dritt, zu viert in der Küche und wollen verarbeitet werden. Das Gute daran: Zucchini sind so unkompliziert und vielseitig zuzubereiten, dass mir immer wieder neue Rezepte damit einfallen.

Was sind Zucchini?
Die Zucchini gehört zu den Kürbisgewächsen und ist damit eng verwandt mit Kürbis und Gurke. Ursprünglich stammt sie aus Mittelamerika, richtig bekannt wurde sie bei uns aber erst über Italien. Der Name kommt von „Zucchino“, der italienischen Verkleinerungsform von „Zucca“ (italienisch für Kürbis). Aus Italien hat es die Zucchini es dann in die mediterrane und auch deutsche Küche geschafft.
Die meisten kennen die längliche, dunkelgrüne Sorte aus dem Supermarkt. Es gibt aber auch gelbe, hellgrüne und runde Zucchini – geschmacklich unterscheiden sie sich kaum, in der Küche kannst du sie eigentlich immer gegeneinander austauschen.
Wann haben Zucchini Saison?
Die heimische Saison startet bei uns im Juni und geht bis in den Oktober hinein, mit dem Höhepunkt im Hochsommer. Genau dann, wenn auch die eigenen Zucchini im Garten oder die vom Markt gar nicht mehr aufzuessen sind. Außerhalb dieser Zeit bekommst du Zucchini das ganze Jahr über aus Importware, am besten schmecken und am günstigsten sind sie aber eindeutig zwischen Juni und September.
Wie lagere ich Zucchini am besten?
Zucchini mögen es kühl, aber nicht zu kalt. Im Gemüsefach des Kühlschranks halten sie sich ungefähr 4-5 Tage. Aus Erfahrung empfehle ich dir, sie nicht in Plastik einzupacken, sondern locker oder in einem Tuch. In Plastik schwitzen sie und werden schneller weich.
Einfrieren geht ebenfalls gut: dafür die Zucchini waschen, in Scheiben oder Würfel schneiden und kurz blanchieren, bevor sie in den Gefrierbeutel wandern. Roh eingefroren werden sie beim Auftauen sehr matschig, was für Suppen oder Aufläufe aber völlig ausreicht.
Worauf muss ich beim Zucchini-Einkauf achten?
Eine frische Zucchini erkennst du an der glatten, festen und glänzenden Schale. Sie sollten keine braunen Flecken oder weiche Stellen haben. Am besten greifst du zu eher kleineren, jüngeren Exemplaren: Sie haben weniger Kerne, sind fester im Biss und schmecken intensiver. Je größer die Zucchini, desto wässriger und kerniger wird sie meistens.

Tipps und Tricks für für deine Zucchini-Rezepte
Zucchini bestehen zu einem großen Teil aus Wasser – das ist beim Kochen ihr größter Vorteil und gleichzeitig ihre größte Tücke. Ein paar Dinge, die ich mir über die Jahre angewöhnt habe:
- Salzen vor dem Braten: Möchtest du Zucchini schön knusprig braten oder frittieren, wie zum Beispiel bei frittierten Zucchini griechischer Art, hilft es, die Scheiben oder Stücke vorher zu salzen und ca. 20-30 Minuten ziehen zu lassen. So kannst du überschüssiges Wasser abgießen oder abtupfen. So werden die Zucchini dann in der Pfanne knusprig statt matschig.
- Nicht schälen: Schälen von Zucchini ist nicht nötig. Bei jungen, festen Zucchini würde ich die Schale immer dranlassen – sie ist zart, unbedenklich und enthält sogar einen Teil der Nährstoffe. Nur bei sehr großen, etwas holzigen Exemplaren schäle ich sie und entkerne sie zusätzlich.
- Für Zucchinipuffer drücke ich die geraspelte Zucchini vor dem Braten immer richtig gut in einem Küchentuch aus, denn je trockener die Masse, desto knuspriger werden die Puffer hinterher. Mein Rezept für Zucchinipuffer mit Feta zeigt genau, wie ich das mache.

Achtung: Bittere Zucchini erkennen
Ein Punkt, den ich nicht unterschlagen will, weil er wirklich wichtig ist: Zucchini können in seltenen Fällen – vor allem bei selbst angebauten Pflanzen oder wenn sich Zier- und Speisekürbisse im Garten gekreuzt haben – hohe Mengen an Bitterstoffen (Cucurbitacine) bilden. Diese schmeckt man sofort: Ist eine rohe Zucchini deutlich bitter, gehört sie nicht in den Kochtopf, sondern in den Biomüll. Probiere deshalb – gerade bei Gemüse aus dem eigenen Garten oder von privat – vor der Zubereitung immer ein kleines rohes Stück. Gekaufte Zucchini aus dem Handel sind davon so gut wie nie betroffen, aber der kurze Test dauert nur Sekunden und erspart dir im Zweifel Bauchschmerzen.
Rezeptideen für Zucchini
Zucchini sind für mich aus der Alltagsküche nicht wegzudenken. Sie sind schnell und unkompliziert zubereitet und dabei nie langweilig. Es kommt dabei auf Kräuter und Gewürze an. Ein paar meiner liebsten Zucchini-Rezepte für dich:
- Pasta mit Zucchini – meine schnelle cremige Pasta für den Feierabend
- Zucchinipuffer mit Feta – knusprig gebraten für den Feierabend
- Gebratene Zucchini mit Couscous – orientalisch mit Rosinen und Mandeln
- Zucchini-Quiche mit Schafskäse – ideal für Gäste
- Scarpaccia di Zucchine – der italienische Zucchinikuchen
- Zucchininudeln mit feta (Zoodels) – schnell und low-carb
- frittierte Zucchini – Rezept direkt aus Griechenland
Alle Zucchini-Rezepte findest du übrigens in meinem Zucchini-Rezepte-Archiv.
Zucchini gehören für mich zu den Gemüsesorten, die man einfach immer im Kühlschrank haben sollte – unkompliziert, schnell und wandelbar von Pasta bis Kuchen. Probier sie mal in einer Variante, die du noch nicht kennst!
Ein kleiner Gruß aus Dee’s Küche!