Feta, Schafskäse und Hirtenkäse liegen im Supermarkt direkt nebeneinander und sehen sich zum Verwechseln ähnlich. Alle drei sind Salzlakenkäse, unterscheiden sich aber einerseits durch die zur Herstellung verwendete Milch, andererseits durch die Herkunft dieser. Aber nur Feta und Schafskäse sind Schafskäse. Schafskäse ist ein Oberbegriff, Feta nur ein kleiner Teil davon. Denn als Schafskäse wird jeder Käse bezeichnet, der aus Schafmilch hergestellt ist, egal ob Weich- oder Hartkäsesorte. Hirtenkäse wird dagegen aus Kuhmilch hergestellt.

Was unterscheidet Feta, Schafskäse und Hirtenkäse?

  • Schafskäse
    Nur Schafskäse besteht zu 100 Prozent aus Schafmilch.
  • Fetakäse
    Feta besteht zu mindestens 70 Prozent aus Schafmilch. Der restliche Anteil darf Ziegenmilch sein. Darüber hinaus ist der Begriff „Feta“ eine geschützte Ursprungsbezeichnung. Damit der Salzlakenkäse als Feta bezeichnet werden darf, muss die Milch der Schafe vom griechischen Festland oder der Insel Lesbos stammen.
  • Hirtenkäse
    Im Gegensatz zu Schafskäse und Feta wird Hirtenkäse ausschließlich aus Kuhmilch hergestellt. Er schmeckt deutlich anders und milder als die beiden anderen Sorten und hat eine andere Konsistenz.

Schmecken Feta, Schafskäse und Hirtenkäse unterschiedlich?

Die Herstellung der Käse ist quasi identisch, in puncto Geschmack und Fettgehalt gibt’s aber deutliche Unterschiede.

Schafskäse schmeckt etwas milder, ist aber fetter als Feta. Am mildesten schmeckt Hirtenkäse ohne Schafs und Ziegenmilch. Hirtenkäse unterscheidet sich geschmacklich von Schafs- bzw. Ziegenkäse während Feta und Schafskäse ähnlich schmecken. Keiner schmeckt am besten – das ist reine Geschmacksache.

In Punkto Aussehen unterscheiden sich Hirtenkäse dadurch, dass er viele kleine Löcher hat und Feta und Schafskäse komprimierter und fester ist. Feta hat  für meinen Geschmack die cremigste Konsistenz.

Feta und Schafskäse haben mit rund 17 Prozent einen hohen Protein-Anteil, auch Eisen und viele A- und B- Vitamine sind enthalten. Als reiche Kalziumquelle in Kombination mit Vitamin D haben Feta und Schafskäse sogar antibakterielle Eigenschaften.

Und wodurch unterscheidet sich Hirtenkäse von Feta, Schafs- und Ziegenkäse?

Hirtenkäse wird aus Kuhmilch hergestellt und ist deswegen auch günstiger. Er schmeckt milder als die Sorten aus Schafs- und Ziegenmilch, die wegen ihrer herberen Note so beliebt sind. Und Hirtenkäse hat weniger Fett. Rein optisch sind sie kaum zu unterscheiden: Hirtenkäse hat mehr Löcher, Feta ist glatter und nicht so porös.

Wozu passen Feta, Schafskäse und Hirtenkäse?

Alle drei Sorten passen hervorragend zu Salaten, in Pastasaucen und eignen sich auch zum Überbacken.

Rezepte mit Feta bzw. Schafskäse oder Hirtenkäse

Der Klassiker schlechthin ist Griechischer Salat mit Schafskäse, der von seiner Einfachheit und guten Produkten lebt. Feta passt auch hervorragend zu Lachs mit griechischer Salsa und gibt meinem Blumenkohlsalat-Rezept die nötige Würze. Feta kann auch perfekt mit Tomaten im Ofen gebacken oder gegrillt werden. Dabei unterscheiden sich die Sorten deutlich: Schafskäse belibt fest, Feta wird cremig und Hitenkäse wird krümelig. Schmecken tut Gegrillter Feta mit allen Sorten.

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Gut zu wissen: Ziegenkäse

In Deutschland muss ein als Ziegenkäse deklarierter Käse zu 100 % aus Ziegenmilch bestehen. Es gibt, wie bei Käse aus Kuhmilch auch, eine große Bandbreite von unterschiedlichen Sorten, von denen nicht alle zu 100 % aus Ziegenmilch hergestellt werden – oft ist Kuh- oder Schafsmilch beigemischt.

Ziegenkäse gehört zu den wenigen Lebensmitteln, das den Körper effizient mit Vitamin B12 versorgt. Außerdem enthält Ziegenkäse hochwertiges Eiweiß und besonders leicht verdauliche Fettsäuren. Deshalb werden Milchprodukte aus Ziegenmilch häufig besser vertragen als aus Kuhmilch.