Zwetschgen Galette

Einen Spätsommer ohne Zwetschgen Galette gibt es bei uns nicht. Unser Baum liefert jedes Jahr so viele Früchte, dass ich sie kaum verarbeiten kann. Deshalb backe ich diesen unkomplizierten Obstkuchen mit knusprigem Mürbeteig, saftigen Zwetschgen und einem Hauch Zimt sehr oft. Mit seiner rustikalen Optik und seinem feinen Geschmack begeistert der Kuchen auch als Dessert mit einer Kugel Vanilleeis meine Familie und Gäste immer wieder.
Herbstliche Zwetschgen Galette: So geht’s
Für meine Galette mit Zwetschgen und Zimt brauchst du nur wenige Zutaten: Mehl, kalte Butter, Zucker, Salz und eiskaltes Wasser für den Teig. Für den Belag verwendest du frische Zwetschgen, Zucker, etwas Speisestärke und Zimt. Ich bestreiche den Boden mit hellem Fruchtgelee.
Zuerst bereitest du den Mürbeteig zu. Der Trick für einen perfekten Mürbeteig sind kalte Zutaten, die schnell miteinander verknetet werden. Nur so wird der Teig besonders mürbe und knusprig. Tipp: Damit der Teig wirklich mürbe wird, kommt kein Ei hinein. Der Teig sollte dann einige Zeit im Kühlschrank ruhen, bevor er zu einem Kreis ausgerollt wird.
In der Zwischenzeit wäschst du die Zwetschgen und entsteinst sie und belegst dann den Teig damit. Du musst einen Rand freilassen, damit er in der typischen Weise umgeschlagen werden kann. Dann backst du deine herbstliche Galette im Ofen goldbraun. Lass sie am besten etwas abkühlen, bevor du sie servierst, denn der Boden ist noch recht weich und brüchig.
Die Zwetschgen-Galette schmeckt lauwarm am besten – pur oder mit einem Klecks Crème fraîche, Vanilleeis oder leicht geschlagener Sahne. Sie ist ideal als spätsommerliches Dessert oder zum Nachmittagskaffee.
Zwetschgen Galette backen: Tipps & Varianten
- Grundsätzlich eignet sich für das Backen von Galettes mit Mürbeteig jedes Steinobst (Aprikosen, Kirschen, Pfirsiche, Nektarinen oder Mirabellen). Du kannst aber auch ganz einfach eine Galette mit Äpfeln daraus machen.
- Für eine leckere Variante kannst du den Mürbeteig statt mit Fruchtgelee mit Pistaziencreme oder Mandelcreme bestreichen – das sorgt für ein besonders raffiniertes Aroma.
- Ich verwende ausschließlich Ceylonzimt. Er ist qualitativ viel hochwertiger und aromatischer als billiger Cassiazimt.
- Die Zwetschgen-Galette schmeckt lauwarm am besten – pur oder mit einem Klecks Crème fraîche, Vanilleeis oder leicht geschlagener Sahne. Sie ist ideal als spätsommerlicher Nachtisch oder zum Nachmittagskaffee.
- Pflaumen sind im Gegensatz zu Zwetschgen viel saftiger. Man kann sie auch für eine Galette verwenden, muss aber damit rechnen, dass sie viel Saft abgeben und der Teig eventuell aufweicht. Zwetschgen haben zudem den Vorteil, dass sie während des Backens ihre Form behalten. Frag am besten bei deinem Obsthändler nach, ob die ausgewählten Pflaumen zum Backen geeignet sind.
Was ist in Frankreich eine Galette?
In Frankreich steht der Begriff Galette für ein rustikales, flaches Gebäck. Es wird meist rund und ohne Backform zubereitet. Die bekannteste Variante ist die herzhafte Galette Bretonne aus Buchweizenmehl, gefüllt mit Käse, Schinken und Ei. Daneben gibt es süße Galettes mit Obst, oft aus Mürbeteig, die auf einem Blech frei geformt werden. Das besondere: Die Galettes kommen ohne Backform aus, sind einfach zubereitet und besonders charmant durch ihre unregelmäßige, gefaltete Teigkante.
Welche verschiedenen Arten von Galettes gibt es?
Die Galette ist in der französischen Küche sehr vielfältig:
-
Galette de Sarrasin (bretonisch): Herzhafter Buchweizenpfannkuchen mit deftiger Füllung
-
Obst-Galette: Süßes Gebäck mit Mürbeteig und saisonalen Früchten wie Zwetschgen, Äpfeln oder Beeren
-
Galette des Rois: Blätterteigkuchen mit Mandelcremefüllung, traditionell zum Dreikönigstag

Mein Rezept für Zwetschgen Galette ist
- einfach
- schnell gemacht
- saftig
- herbstlich
- köstlich
Weitere Kuchen-Rezepte mit Obst
Probiere einmal meinen Zwetschgenkuchen vom Blech mit Streuseln, den Klassiker Apfelkuchen mit Mürbeteigboden mit Mürbeteig oder meine Tarte-Tatin mit Aprikosen.
Ein kleiner Gruß aus Dee’s Küche!

Zwetschgen Galette
Ausrüstung
- 1 Frischhaltefolie
- 1 Messer
- 1 Schüssel
- 1 Nudelholz,
- 1 Backpapier
- 1 Backblech
Zutaten
- 250 g Mehl Type 405, plus etwas für die Arbeitsfläche
- 50 g brauner Zucker
- 1 Prise Salz
- 125 g kalte Butter
- 500 g Zwetschgen
- 3 EL Zucker
- 1 TL Zimt
- 1 EL Quittengelee oder andere helle Sorte
Zubereitung
Teig zubereiten
- Mehl mit Zucker, Salz und Butter zu einem Teig verkneten.250 g Mehl, 50 g brauner Zucker, 1 Prise Salz, 125 g kalte Butter
- Den Teig Kugel formen und in Frischhaltefolie eingewickelt ca. 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.
Füllung zubereiten
- Die Zwetschgen waschen, trocknen, halbieren und entsteinen. Je nachdem wie groß die Zwetschgen sind, können sie auch geviertelt werden.500 g Zwetschgen
- In einer kleinen Schüssel mit Zucker und Zimt vermischen und etwas durchziehen lassen.3 EL Zucker, 1 TL Zimt
Zwetschgen Galette backen
- Backofen auf 180 ° Ober-/Unterhitze vorheizen.
- Den Mürbeteig auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen.
- Den Teig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben.
- Quittengelee auf dem Teig verteilen - dabei einen ca. 2 cm breiten Rand frei lassen.1 EL Quittengelee
- Zucker und Zimt mischen und den Tag damit bestreuen.
- Die Zwetschen-Füllung darauf verteilen und die Ränder der Galette umschlagen.
- In der Mitte des Backofens 35 - 40 Minuten backen.
Notizen
- runde Form: Wenn Du Zwetschgen Galette gerne rund haben möchtest, legst Du einfach einen großen Essteller auf den Teig und schneidest einen Kreis daraus.
- Pistziencreme: Statt Quittengelee kannst Du den Boden mit Pistaziencreme bestreichen. Dafür kannst Du 60 g Pistazien fein mahlen und mit40 g Puderzucker, 1 Ei, 30 g weicher Butter und 1 TL Vanilleextrakt zu einer streichfähigen Creme verrühren.
- Servieren: Lauwarm mit einem Klecks Crème fraîche oder Vanilleeis toppen.

Saskia
Foodbloggerin
Ich heiße Saskia, lebe mit meiner Famile in Hamburg, liebe gutes Essen, einen schön gedeckten Tisch und meine Küche als Treffpunkt in unserem Haus. Hier wird geplaudert, gefeiert, telefoniert, genäht, repariert, gespielt, gebastelt, Zeitung gelesen, getanzt und natürlich vor allem gekocht und gegessen. Jeden Tag saßen wir mindestens einmal alle gemeinsam am Tisch. Das wird dem Haus und mir sicher fehlen.




















Eine wunderbare Alternative zu Kuchen…und so hübsch dazu.