Spaghetti cacio e pepe Rezept

Cacio e Pepe bedeutet auf deutsch Käse und Pfeffer – das klingt nach Italien, Urlaub und erst einmal einfach. Dieses klassische Pastagericht aus Rom kommt mit wenigen, aber guten Zutaten aus, hat aber seine Tücken in der Zubereitung. In diesem Beitrag erfährst du alles über das Spaghetti Cacio e Pepe Rezept, welche Käse- und Pfeffersorten sich am besten eignen und wie die perfekte Cacio e Pepe Sauce gelingt.
Es gibt für die Sauce ein paar Varianten – viele bevorzugen eine sehr flüssige und cremige Sauce. Ich mag sie gerne etwas trockener, aber trotzdem samtig. Cacio e Pepe sieht zwar simpel aus, aber die Sauce ist trickreich – mehr dazu liest du weiter unten bei der Zubereitung.
Wenige Zutaten für mein Spaghetti cacio e pepe Rezept
Das Rezept ist minimalistisch, aber trotzdem voller Geschmack. „Cacio“ bedeutet in der römischen Mundart schlicht „Käse“, „Pepe“ steht für „Pfeffer“. Mehr steckt auch gar nicht drin – zumindest nicht in der traditionellen Zubereitung. Die Zutaten sind:
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Spaghetti: Es gibt verschieden dicke Spaghetti-Sorten. Welche Sorte am besten geeignet ist, kannst du in unserem Überblick über lange Nudelformen nachlesen.
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Pecorino Romano: Traditionell wird diese Käse verwendet. Das ist ein gereifter Schafskäse mit kräftigem, salzigem Geschmack. Er ist verantwortlich für die typische Würze der Cacio e Pepe Sauce. Parmesan ist eigentlich kein gleichwertiger Ersatz. Da Pecorino sehr intensiv im Geschmack ist, kann du ihn aber auch ganz durch Parmesan oder zumindest einen Teil mit ihm ersetzen. Mir prsönlich ist er auch etwas zu kräftig und ich mische beide Sorten immer.
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Schwarzer Pfeffer: Du solltest guten und aromatischen Pfeffer wie Tellycherry Pfeffer, Kampot Pfeffer oder Mamalbar Pfeffer wählen. Du solltest ihn auf jeden Fall rösten, damit er sein Aroma entfalten kann.
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Nudelwasser: Das stärkehaltige Nudelwasser ist entscheidend für das Gelingen der Pastasauce.
Tipp: Noch cremiger und gehaltvoller wird die Sauce, wenn 20 g Butter zugegeben werden.
Schritt für Schritt zur cremigen Sauce
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Den Pecorino fein reiben – je feiner, desto besser löst er sich auf.
- Pfeffer in einer Pfanne ohne Fett rösten.
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Den Pecorino in einer Schüssel (nicht in der heißen Pfanne!) mit einem Schuss etwas abgekühltem Nudelwasser glatt rühren. Das stärkehaltige Nudelwasser sollte heiß, aber nicht kochend sein, wenn du es mit dem Käse mischst. Gib das Nudelwasser am besten unter Rühren nach und nach hinein bis die gewünschte Konsistenz erreicht und eine cremige Soße entstanden ist. Wenn der Käse nicht richtig verarbeitet wird, bekommst du keine cremige Emulsion, sondern Fäden oder Klumpen – wie geschmolzener Mozzarella oder eine Art „Gummi-Kugel“.
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Die gekochten Spaghetti abtropfen und etwas abkühlen lassen, unter die Soße mischen und sofort servieren.
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Wenn nötig, noch ein klein wenig warmes Wasser zugeben, bis die Sauce glänzt und alle Nudeln gleichmäßig überzieht.
Tipps für die Zubereitung
Leider ist die Zubereitung nicht so einfach wie sie sich anhört. Es gibt sogar eine wissenschaftliche Studie vom Max Planck Institut über die Zubereitung von Cacio e Pepe. Laut den Forschenden tritt die Mozzarella-Phase bei Stärkekonzentrationen, wie sie normalerweise im Nudelwasser vorliegt und bei Temperaturen von über 60 Grad ein.
Eine erhöhte Stärkekonzentration und die Abkühlung der Pasta sind also die entscheidenden Faktoren bei der Zubereitung. Laut Tagesschau kamen die Forschenden zum Ergebnis, dass Stärkepulver die Lösung des Problems und die geheime Zutat des Gerichts ist: 4 g Stärkepulver werden in 40 ml Wasser aufgelöst, unter Rühren erhitzt und nach dem Abkühlen mit dem Käse vermischt. Anschließend wird die Sauce mit Nudelwasser cremig bis zur gewünschten Konsistenz gerührt. Erst dann werden die etwas abgekühlten Nudeln dazugegeb und mit der Sauce verrührt.

Die Wurzeln des Rezepts reichen bis ins antike Rom zurück. Hirten hatten nur haltbare Lebensmittel dabei: Pasta, Pfeffer und gereiften Käse. Daraus entstand das simple, aber geniale Gericht, das heute in jedem traditionellen Ristorante in Rom auf der Speisekarte steht.
Wenn du dich für Pasta interessierst, solltest du unseren ultimativen Pasta-Guide nicht verpassen.

Spaghetti Cacio e Pepe Rezept
Ausrüstung
- 1 Topf
- 1 Pfanne
- 1 Stabmixxer
Zutaten
- 200 g Spaghetti
- Salz
- 1 TL schwarzer Pfeffer gemörsert
- 100 g junger Pecorino fein gerieben
Zubereitung
Spaghetti kochen
- Die Spaghetti nach Packungsanleitung in wenig Salzwasser (siehe Tipp unten) al dente garen.200 g Spaghetti, Salz

- Kurz vor Ende der Garzeit 2-3 Tassen oder Kellen Nudelwasser abschöpfen oder das ganze Nudelwasser aufbewahren.

Pfeffer rösten
- Den Pfeffer ohne Fett in einer Pfanne bei mittlerer Hitze rösten.1 TL schwarzer Pfeffer

- Den Pfeffer mit 1 Tasse heißem Nudelwasser ablöschen. Die Nudeln tropfnass dazugeben und berrühren.
Cacio e pepe Sauce zubereiten
- Den Pecorino in ein hohes Gefäß geben und eine Tasse nicht zu heißes Pastawasser (siehe Tipps zur Wassertemperatur findest oben im Beitrag) zugießen. Die Mischung mit einem Stabmixer zu einer cremigen Sauce pürieren.100 g junger Pecorino
- Die Pfanne mit den Nudeln vom Herd nehmen oder bei geringer Hitze, die Sauce zugießen und die Nudeln damit gründlich vermischen. Wenn Du die Sauce etwas flüssiger magst, kannst Du noch etwas mehr Nudelwasser zugeben.

- Die Nudeln sofort servieren.
Notizen
- Je weniger Wasser für die Nudeln verwendet werden, desto stärkehaltiger wird das Nudelwasser. Und je stärkehaltiger das Nudelwasser ist, desto besser gelingt diese Pasta.
- Für noch mehr Geschmack und Cremigkeit kannst Du 20 g Butter in das Gefäß mit Nudelwasser und Käse geben - noch leckerer!
- Pfeffer rösten: Am besten schmeckt der Pfeffer frisch gemörsert und geröstet. Das Rösten in der Pfanne mag überflüssig erscheinen, bringt aber Aroma in diese einfache Pasta.
- Bei zu hohen Temperaturen verklumpt der Käse zu Mozzarella und die Sauce wird statt cremig klumpig.

Saskia
Foodbloggerin
Ich heiße Saskia, lebe mit meiner Famile in Hamburg, liebe gutes Essen, einen schön gedeckten Tisch und meine Küche als Treffpunkt in unserem Haus. Hier wird geplaudert, gefeiert, telefoniert, genäht, repariert, gespielt, gebastelt, Zeitung gelesen, getanzt und natürlich vor allem gekocht und gegessen. Jeden Tag saßen wir mindestens einmal alle gemeinsam am Tisch. Das wird dem Haus und mir sicher fehlen.
























genau so wird die Pasta perfekt! Danke fürs Teilen