Nudeln richtig kochen

Nudeln richtig kochen kann jeder oder jede. Ja, das stimmt, aber es ist gut zu wissen, wie Nudeln al dente gelingen, wie das Nudelwasser nicht überkocht und wie Nudeln nicht verkleben. In diesem Beitrag zeige ich dir, wie dir Pasta perfekt wie in Italien gelingt.
Die 5 goldenen Regeln beim Nudeln Kochen
Ich koche mindestens 1 Mal pro Woche Nudeln, denn mit ihnen lassen sich viele verschiedene einfache und schnelle Feierabendgerichte zubereiten. Oder ich verwende sie als Beilage, wie zum Beispiel für Tagliatelle mit Saltimbocca oder Pappardelle mit italienischem Ragout. Damit Pasta wirklich perfekt gelingt, gibt es ein paar einfache Grundregeln, die es lohnen, beachtet zu werden:
- Reichlich Wasser verwenden
Die erste Regel ist sehr einfach. Nudeln brauchen Platz im Wasser, und deshalb solltest du reichlich Wasser in den Kochtopf füllen. Ich rechne pro 100 g Nudeln mit 1 Liter Wasser. Die Nudeln sollten im Wasser regelrecht schwimmen, zwischen den Nudeln sollte genug Platz sein, damit sie nicht zusammenkleben und gleichmäßig gegart werden. - Wasser kräftig salzen
Auch wenn der Geschmack deines Nudelgerichtes entscheidend von der Sauce abhängt, solltest du die Nudeln vorher kräftig salzen. Ohne Salz wären sie zu fad. Ich rechne pro Liter Wasser mit 10 g Salz ( ca. 1 EL oder 1 gehäufter TL). Bei Pasta-Rezepten, die ohne viel Sauce auskommen, salze ich sogar etwas stärker. - Nudeln nicht mit Öl kochen
Ich habe noch von meiner Mutter gelernt, dass man Nudeln mit einem Schuss Olivenöl kochen sollte, damit sie nicht verkleben. Das ist allerdings überflüssig und verhindert sogar, dass die Sauce an den Nudeln haften bleibt. Damit die Nudeln nicht aneinanderkleben, brauchen sie nur während des Kochens umgerührt zu werden. - Garzeiten beachten
Jede Nudelsorte hat ihre eigene Kochzeit. Die genaue Angabe findest Du in der Packungsanleitung. Obwohl ich bestimmt schon 1000 Mal Nudeln gekocht habe, verlasse ich mich nicht ausschließlich auf die Zeitangaben. Ich probiere immer eine Nudel nach der vorgegebenen Garzeit, um zu testen, ob sie al dente gegart und für meinen Geschmack richtig sind. Weiter unten findest Du eine grobe Übersicht über die Garzeiten. - Nudeln nicht abschrecken
Auch das Abschrecken von Nudeln mit kaltem Wasser habe ich noch beigebracht bekommen. Das mache ich heute aus Erfahrung nicht mehr, denn dadurch werden Nudeln kalt, trocken und klebrig. Es gibt eine Ausnahme: Für meinen italienischen Nudelsalat schrecke ich sie ab.

Nudeln richtig kochen
Ausrüstung
- 1 Topf
- 1 Sieb
Zutaten
- 1 l Wasser
- 10 g Salz ca. 1 EL
- 100 g Nudeln
Zubereitung
- Wasser in einen Topf gießen, salzen und zum Kochen bringen.1 l Wasser, 10 g Salz

- Nudeln in das kochende Wasser geben und nach Packungsanleitung als dente garen.100 g Nudeln

- Die Nudeln abgießen und durch ein Sieb schlagen.

Notizen
Wie kann ich Überkochen des Wassers vermeiden?
Ein häufiges Problem beim Kochen von Pasta ist, dass das Nudelwasser überkocht und deinen Herd verschmutzt. Das liegt an der Stärke, die beim Kochen von den Nudeln ins Wasser übergeht und einen Schaum bildet. Meine Tipps gegen Überkochen sind:
- Verwende einen großen Topf. Je mehr Platz zum Topfrand ist, desto geringer die Gefahr, dass das Wasser überkocht.
- Wenn das Wasser sprudelnd kocht, kannst du die Hitze reduzieren.
- Lege einen Holzkochlöffel quer über den Topf. Der Schaum bricht, wenn er das Holz berührt, geht etwas runter und läuft nicht über. Diesen Holzkochlöffel-Trick habe ich vor Jahren direkt aus Italien mitgebracht.
- Um das Aufsteigen des Schaumes zu verhindern, solltest du auf jeden Fall keinen Deckel für den Topf verwenden. Nudeln sollten auf jeden Fall offen gekocht werden.
Wann sollte man Salz ins Pastawasser geben?
Salz ist entscheidend für den Geschmack deiner Nudeln. Es gibt eigentlich nicht den richtigen Zeitpunkt zum Salzen – ich mache es mal so und mal so. Viele Köche empfehlen, das Wasser nach dem Aufkochen zu salzen. Ich mache es mal so und mal so und konnte ehrlich gesagt noch keinen Unterschied im Geschmack feststellen. Beide Methoden funktionieren. Hier noch einmal die beiden Möglichkeiten mit ihren Vor- und Nachteilen:
- Wasser vor dem Kochen salzen
Viele glauben bzw. es ist ein Mythos, dass Salz Wasser schneller kochen lässt. Das Gegenteil ist der Fall. Salz erhöht den Siedepunkt von Wasser. Gesalzenes Wasser kocht also erst bei einer höheren Temperatur als 100 °C. Es dauert also ein klitzekleines bisschen länger, bis das Wasser kocht. - Wasser nach dem Aufkochen salzen
In Italien wird das Salz traditionell erst ins sprudelnd kochende Wasser gegeben. Auch viele Köche bevorzugen diese Reihenfolge. So löst sich das Salz schneller auf und man soll etwas Energie sparen. Außerdem soll das Wasser klarer sein,
Kurz zusammengefasst: Wenn man das Salz schon ins kalte Wasser gibt, schadet es nicht, es dauert nur etwas länger. Geschmacklich macht es keinen Unterschied.
Wie lange müssen Nudeln kochen?
Bei der Kochzeit kommt es auf die Nudelsorte an, die Du verwendest. Je nachdem, ob Du kurze Nudeln oder eine lange Pastasorte verwendest, gibt es unterschiedliche Garzeiten. Auch innerhalb der kurzen und langen Nudelsorten gibt es Unterschiede. Außerdem unterscheiden sich die Kochzeiten von Hersteller zu Hersteller. Ein grober Anhaltspunkt liefert dir diese Übersicht:
- kurze Nudelformen: ca. 8–10 Miinuten
- lange Nudelformen: ca. 10–12 Minuten.
- frische Nudelsorten: ca. 2–3 Minuten
- gefüllte Pastasorten: ca. 3 Minuten
Wenn Du mehr über Garzeiten und passende Saucen zu den jeweiligen Pastasorten erfahren möchtest, dann bieten dir meine Beiträge kurze Nudelformen und lange Nudelformen einen schönen Überblick.
Warum ist Nudelwasser perfekt für Saucen?
Die Verwendung von Nudelwasser ist ein echter Geheimtipp, und italienische Köche schwören darauf. Egal, welche Sauce ich zubereite, ich schöpfe immer etwas stärkehaltiges Nudelwasser ab, um die Sauce damit zu binden. Das Wasser enthält nach dem Kochen Stärke, die von den Nudeln abgegeben wurde. Diese Stärke kannst und solltest du nutzen, um eine perfekte Sauce zu kochen. Eine genaue Mengenangabe kann ich dir dafür nicht geben. Schöpfe einfach eine Tasse oder einen Becher ab und probiere aus, was die richtige Konsistenz für deine Sauce ist.
Stärke verbindet Butter oder Öl mit anderen Flüssigkeiten und macht so daraus ganz einfach eine cremige Sauce. Außerdem ist das Nudelwasser gesalzen, sodass es dein Pasta-Gericht dazu noch würzt. Umgekehrt lässt sich eine zu dick eingekochte Sauce mit etwas Nudelwasser verdünnen. Pasta-Gerichte, bei denen die Verwendung von Nudelwasser entscheidend für Konsistenz und Geschmack ist, sind zum Beispiel Zitronen-Pasta oder Thunfischnudeln mit Brokkoli und Feta.
Meine Anleitung zum Nudelnkochen ist einfach umzusetzen und wird dir helfen, ein perfektes Ergebnis zu erzielen. Der Tipp mit dem Nudelwasser wird dir helfen, deine Sauce köstlich cremig einzukochen. Wenn Du noch mehr über die Zubereitung von Pasta erfahren möchtest, eignet sich unser ultimativen Pasta-Guide perfekt dafür.

Saskia
Foodbloggerin
Ich heiße Saskia, lebe mit meiner Famile in Hamburg, liebe gutes Essen, einen schön gedeckten Tisch und meine Küche als Treffpunkt in unserem Haus. Hier wird geplaudert, gefeiert, telefoniert, genäht, repariert, gespielt, gebastelt, Zeitung gelesen, getanzt und natürlich vor allem gekocht und gegessen. Jeden Tag saßen wir mindestens einmal alle gemeinsam am Tisch. Das wird dem Haus und mir sicher fehlen.























Danke für die Tipps!
Danke für den Tipp mit dem Öl! Ich habe bislang immer etwas ins Pastawasser gegeben. Klingt logisch und probiere ich aus.
Dieser Tipp hilft wirklich!