Kichererbsen Curry mit Gemüse

Cremiges Kichererbsen-Curry mit Gemüse ist für mich der Beweis, dass ein Gericht nicht kompliziert sein muss, um richtig gut zu schmecken.
Vor ein paar Jahren habe ich in einem asiatischen Kochkurs in Hamburg zum ersten Mal selbst rote Currypaste gemacht. Wir haben an dem Tag mehrere Gerichte gekocht, aber die Basis für fast alles war diese eine Paste. Wir haben sie von Hand im Mörser gemahlen, was ziemlich lange gedauert hat. Ein Trick ist mir bis heute geblieben (mehr dazu weiter unten). Seitdem weiß ich, wie viel Arbeit in so einer Currypaste stecken kann. Deshalb greife ich im Alltag meist zur fertigen aus dem Glas oder der Tüte. Aus meiner Erfahrung reicht sie für ein schnelles Feierabend-Curry völlig aus.
Genau darum geht es bei dem Kichererbsen-Curry: Es steht in 30 Minuten auf dem Tisch, ist gesund, nahrhaft und vegan. Du kannst es mild oder kräftig würzen, ganz wie es deine Familie mag. Du kannst das Kichererbsen-Curry als schnelles Hauptgericht, für Gäste oder als proteinreiche Mahlzeit nach dem Sport zubereiten. Dieses Curry passt einfach immer. Dank fertig gekochter Kichererbsen, Kokosmilch aus dem Vorrat und Gemüse nach Lust und Laune und Saison kannst du es beliebig variieren.
Zutaten für Kichererbsen-Curry mit Gemüse
Du brauchst nur wenige frische Zutaten dafür einzukaufen. Ich habe Kokosmilch und Kichererbsen eigentlich immer im Vorrat, denn daraus lassen sich viele andere einfache Kichererbsen-Rezepte zubereiten.
- Kichererbsen
Ich liebe Gerichte mit Kichererbsen und verwende sie gerne gegart aus dem Glas oder der Dose. Du kannst natürlich auch getrocknete verwenden, die du dann allerdings eine Nacht einweichen und anschließend 1,5 Stunden kochen musst. - Kokosmilch
Kokosmilch unterscheidet sich vom Fettgehalt und in der Cremigkeit. Ich verwende gerne vollfette Kokosmilch. Du kannst aber auch gerne fettreduzierte Kokosmilch verwenden. Wer etwas weniger fettig essen möchte, kann auch einen Teil Kokosmilch durch Gemüsebrühe ersetzen. - Zwiebel und Knoblauch
- Gemüse
Du kannst Gemüse nach Lust und Laune auswählen und so auch prima Reste aus dem Gemüsefach verwerten. Grüne Bohnen, Zucchini, grüne Erbsen, Brokkoli oder Pilze – du hast die Wahl. natürlich kannst du auch Kichererbsen-Curry mit Kartoffeln zubereiten. Ich verwende meist Möhren, Lauch, rote Paprika, Babyleaf-Spinat und Kirschtomaten. - Zitronengras und Ingwer
Für authentischen Geschmack gebe ich angedrücktes Zitronengras und geriebenen Ingwer hinein. Diese Zutaten sind allerdings größtenteils auch in der Currypaste enthalten und sind daher kein Muss. - Rote Currypaste
Es gibt verschiedene Currypasten, die sich im Schärfegrad und in der Farbe unterscheiden. Ich verwende gerne die rote Currypaste, die eine angenehme Schärfe im Curry entwickelt. Damit das Gericht familientauglich wird, kannst du eine milde Currypaste verwenden. - Sojasauce
Ich würze mein Curry nicht mit Salz, sondern ausschließlich mit Sojasauce.

Kichererbsen Curry mit Gemüse
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Ausrüstung
- 1 Schneidebrett
- 1 Gemüsemesser
- 1 Kochtopf
- 1 Sieb
Zutaten
- 2 große Möhren
- 1 Stange Lauch
- 6 Stück Kirschtomaten
- 1 Stück rote Paprika
- 200 g Babyleaf-Spinat
- 1 Stück Zwiebel
- 1 Stück Knoblauchzehe
- 2 EL Sonnenblumenöl
- 200 ml Gemüsefond oder Gemüsebrühe
- 400 ml Kokosmilch
- 2 Stangen Zitronengras
- 20 g geriebenen Ingwer
- 2 EL rote Currypaste
- 400 g gegarte Kichererbsen Abtropfgewicht
- 2 EL Sojasauce
- einige Blätter Koriander oder Petersilie
Zubereitung
Gemüse vorbereiten
- Möhren putzen, waschen und in Scheiben schneiden. Den Lauch putzen, gründlich waschen und in Ringe schneiden.2 große Möhren, 1 Stange Lauch
- Die Kirschtomaten waschen. Paprika putzen, waschen, entkernen und in kleine Stücke schneiden.6 Stück Kirschtomaten, 1 Stück rote Paprika
- Spinat waschen und abtropfen lassen.200 g Babyleaf-Spinat
Kichererbsencurry zubereiten
- Die Zwiebeln und die Knoblauchzehe schälen, fein hacken und in einem Topf mit Sonnenblumenöl anschwitzen.1 Stück Zwiebel, 1 Stück Knoblauchzehe, 2 EL Sonnenblumenöl
- Gemüse mit in den Topf geben, kurz dünsten und mit Gemüsefond und Kokosmilch aufgießen.200 ml Gemüsefond, 400 ml Kokosmilch
- Zitronengras waschen, im Ganzen lassen und mit einem breiten Messer flach drücken, mit dem Ingwer und der Currypaste in den Topf geben und alles ca. 10 Minuten leise köcheln lassen.2 Stangen Zitronengras, 20 g geriebenen Ingwer, 2 EL rote Currypaste
- Die Kichererbsen durch ein Sieb schlagen, gründlich abspülen, abtropfen lassen und zum Curry geben. Weitere 10 Minuten leise köcheln. Spinat dazu geben und ca. 5 Minuten bei nicht zu starker Hitze garen.400 g gegarte Kichererbsen
Servieren
- Das Zitronengras entfernen und nach Geschmack mit Sojasauce abschmecken.2 EL Sojasauce
- Das Kichererbsencurry mit frischem Korinader oder Petersilie bestreut servieren.einige Blätter Koriander
Tipps aus Dee's Küche
- Für Kinder solltest du milde Gewürzpaste und kein Chili verwenden.
- Das Gericht ist einen wunderbare Meal-Prep Gericht, denn es lässt sich super vorkochen und am nächsten Tag mit ins Büro nehmen.
- Das Gericht ist gesund, reich an pflanzlichem Eiweiß, hat viele Ballaststoffe und steckt voller Vitamine.
Nährwerte pro Portion

Kichererbsen Curry mit Gemüse – so gelingt das Rezept
Die Zubereitung dieses Curry-Rezepts ist supereinfach und ist in knapp 30 Minuten fertig. Die Hauptarbeit besteht darin, das Gemüse zu schneiden. Genaue Mengenangaben findest du weiter unten in der Rezept-Karte, die du auch ausdrucken kannst.
- Schritt 1: Gemüse vorbereiten
Die Zwiebeln und die Knoblauchzehe abziehen, fein hacken und in einem Topf mit Sonnenblumenöl anschwitzen. Möhren putzen, waschen und in Scheiben schneiden. Den Lauch putzen, gründlich waschen und in Ringe schneiden. Paprika putzen, waschen, entkernen und in kleine Stücke schneiden. Die Tomaten waschen. Tipp: Das Gemüse möglichst in gleich große Stücke schneiden (egalisieren), damit es gleichmäßig gart. - Schritt 2: Gemüse kochen
Geschnittenes Gemüse, Tomaten und Currypaste mit in den Topf geben und kurz dünsten. Warum ist das wichtig bzw. sinnvoll, die Paste anzuschwitzen, bevor du die Flüssigkeit zugießt? Durch das Rösten der Currypaste bekommt sie mehr Aroma. Erst nach dem Anrösten mit Gemüsefond und Kokosmilch aufgießen. Dann Zitronengras waschen, im Ganzen lassen und mit einem breiten Messer flachdrücken. Das Zitronengras lasse ich ganz, weil ich es praktisch finde, ihn so am Ende ganz einfach herausfischen zu können. Durch das Zusammendrücken entfaltet sich ein wunderbarer, einzigartiger Duft. Ingwer und die Currypaste mit in den Topf geben und alles ca. 10 Minuten leise köcheln lassen. - Schritt 3: Kichererbsen-Curry zubereiten
Die Kichererbsen durch ein Sieb schlagen, gründlich abspülen, abtropfen lassen und zum Curry geben. Weitere 10 Minuten leise köcheln. Spinat waschen, abtropfen lassen und erst zum Schluss dazugeben, weil er nicht lange kochen muss und bei zu langer Garzeit matschig wird. Die Kichererbsen weitere 10 Minuten bei nicht zu starker Hitze garen. - Schritt 4: Kichererbsencurry servieren
Das Zitronengras entfernen und das Kichererbsen-Curry nach Geschmack mit Sojasauce abschmecken und heiß servieren. Dazu eignen sich Fladenbrot, Langkornreis, Basmatireis oder Jasminreis.
Das Curry lässt sich prima auch am Tag vorher und für viele Personen vorbereiten. Die fertige Currypaste bietet eine unvergleichliche Aromen-Vielfalt und heizt von innen ordentlich ein – herrlich zur kalten Jahreszeit. Je nach Hunger reicht dieses Rezept für eine perfekte glutenfreie und proteinreiche vegetarische Ernährung für vier bis sechs Personen.

Kichererbsen aus der Dose oder getrocknet – was ist besser?
Ich nehme für dieses Rezept immer Kichererbsen aus dem Glas oder der Dose, denn sie sind bereits gegart. Du musst sie nur noch abspülen, abtropfen lassen und zur Kokosmilch und dem Gemüse geben. So steht das Gericht in knapp 30 Minuten auf dem Tisch.
Getrocknete Kichererbsen sind viel günstiger und du hast beim Kochen die Kontrolle über den Salzgehalt. Der Nachteil ist, dass getrocknete Kichererbsen eine Nacht bzw. mindestens 8 Stunden einweichen müssen und danach noch rund 1,5 Stunden kochen müssen.
Als Faustregel: 125 g getrocknete Kichererbsen entsprechen in etwa einer Dose gegarter Kichererbsen mit 400-425 ml. Wenn du also spontan welche kochen möchtest, ist die Dose die unkomplizierte Wahl. Wenn du Zeit hast und sparen möchtest, lohnt sich das Einweichen und Kochen.
Mein Tipp: Ich habe die Erfahrung gemacht, dass, auch wenn ich die Einweich- und Kochzeit befolge, die Kichererbsen immer noch eine härtere Schale haben als bereits gegarte Kichererbsen aus dem Glas. Mein Favorit sind deshalb ganz klar gegarte Kichererbsen. Ich verwende sie für alle meine Kichererbsen-Rezepte.
Currypaste oder Currypulver: Was ist der Unterschied?
Currypulver ist eine trockene Gewürzmischung aus Kurkuma, Koriander, Kreuzkümmel und weiteren Gewürzen. Es ist lange haltbar, mild im Geschmack und immer schnell zur Hand, wenn du nichts anderes im Haus hast. Der Nachteil ist, dass das Currypulver an Geschmack und Aroma verliert, wenn du es nicht regelmäßig verwendest und aufbrauchst.
Currypaste ist im Gegensatz zu Pulver eine feuchte Paste aus frischen Zutaten wie Chili, Zitronengras, Knoblauch und oft auch Kaffirlimetten. Der Geschmack ist intensiver und frischer. Der Nachteil ist: Wenn du die Paste einmal angebrochen hast, ist sie nicht lange haltbar, musst du sie im Kühlschrank lagern und relativ schnell verbrauchen.
Wer selbst einmal Currypaste machen möchte: Aus meinem Kochkurs weiß ich einen guten Trick. Die Chilis entstielen, entkernen und kurz in heißem Wasser einweichen. Das Chiliwasser kommt dann mit in die Paste und macht sie geschmeidiger. Aufwendig ist es trotzdem, deswegen greife ich für dieses Rezept ganz bewusst zur fertigen Paste aus dem Glas.
Rote, grüne und gelbe Currypaste?
Currypaste gibt es nicht nur in einer Version, sondern typischerweise in drei Farben: rot, grün und gelb. Im Supermarkt sind die Etiketten meist auch in der Farbe, sodass man sie gut erkennen kann. Entgegen der Erwartung ist nicht die rote am schärfsten, sondern die grüne. Rot liegt dazwischen und ist angenehm mittelscharf. Gelb ist mit Kurkuma, Zimt und Nelken die mildeste und leicht süßliche Variante.
Für mein Kichererbsen-Curry nehme ich die rote Currypaste, weil sie eine angenehme, aber nicht zu starke Schärfe mitbringt. Kochst du für Kinder oder magst du es lieber mild, greif konkret zur gelben Currypaste. Hast du nur grüne Currypaste im Schrank, nimm einfach etwas weniger davon, sie ist deutlich schärfer als die rote.
Und falls du gerade nur Currypulver da hast: Zusammen mit etwas frischem Ingwer und Knoblauch tut es notfalls auch das, schmeckt einfacher, aber im Zweifel besser als gar kein Curry.
Varianten für das Curry mit Kichererbsen und Gemüse
- Zu diesem rein pflanzlichen Gericht passen, Reis, Quinoa oder auch knuspriges Naan-Brot.
- Koriander zum Servieren ist authentisch, aber viele mögen ihn nicht. Du kannst ihn auch gut durch Petersilie ersetzen.
- Wenn du noch mehr Biss in deinem Kichererbsencurry haben möchtest, kannst du noch gehackte Erdnüsse oder Cashewkerne darüber streuen.
- Zum Curry passen z.B. Pfannenbrote wie Naan oder Reis.
Kichererbsen-Curry-Rezept: noch schneller mit Zutaten aus dem Vorrat
Das Rezept ist noch fixer zubereitet, wenn du nur Zutaten aus dem Vorrat verwendest, die man eigentlich immer zu Hause hat:
- Gewürze aus dem Orient wie Koriandersamen, Kreuzkümmel, Zimt, Piment und Knoblauch- oder Currypulver ersetzen dann die Currypaste
- TK-Gemüse
- Dosentomaten – gehackte Dosentomaten passen perfekt zur Kokosmilch
Weitere Rezepte mit Kichererbsen
Kichererbsen sind aus der vegetarischen und veganen Küche nicht wegzudenken. Sie sorgen für viel Eiweiß, sind gesund und sehr wertvoll für eine proteinreiche Ernährung. Das nussige Aroma passt nicht nur hervorragend zu meinem Curry, sondern macht sich auch perfekt für viele andere Gerichte mit Kichererbsen. Probiere auch einmal diese Rezepte mit Kichererbsen:
- Kichererbsen-Pasta mit Tomatensauce
- Kichererbseneintopf vegetarisch
- bunter Kichererbsensalat
- Falafel Rezept aus gekochten Kichererbsen
- Hummus-Grundrezept
Wenn Du das Kichererbsen-Curry mit Gemüse Rezept ausprobiert hast, freue ich mich riesig über eine Bewertung mit den 5 Sternen in der Rezeptkarte.
Ein kleiner Gruß aus Dee’s Küche!

Saskia
Foodbloggerin
Ich heiße Saskia, lebe mit meiner Famile in Hamburg, liebe gutes Essen, einen schön gedeckten Tisch und meine Küche als Treffpunkt in unserem Haus. Hier wird geplaudert, gefeiert, telefoniert, genäht, repariert, gespielt, gebastelt, Zeitung gelesen, getanzt und natürlich vor allem gekocht und gegessen. Jeden Tag saßen wir mindestens einmal alle gemeinsam am Tisch. Das wird dem Haus und mir sicher fehlen.



















Das passende Rezept zur rechten Zeit- draußen stürmt und regnet es.
Ich habe mit deinem Rezept ein sehr leckeres Rezept gezaubert. Sogar mein Sohn, der nicht viel für Currys übrig, mochte es! Danke, liebe Saskia!
Das freut mich sehr liebe Alexandra!