Hamburger Franzbrötchen

Was vermisst ein Hamburger Jung‘ in einer anderen Stadt am meisten zum Frühstück? Das Hamburger Franzbrötchen. Kaum ein Gebäck ist so untrennbar mit Hamburg verbunden wie das Franzbrötchen. Bei uns in der Familie heißt es ganz einfach „Franz“ und in Hamburg fehlt das klassische Gebäck in keiner Bäckerei. Es wird in vielen Variationen wie z.B. mit Schokolade, Butterstreuseln, Äpfeln oder Rosinen angeboten. Das norddeutsche Traditionsgebäck wird klassisch mit einer köstlichen Zimt-Zucker-Füllung bestrichen und aus einem Plunderteig mit Hefe gebacken. Die Herstellung des Plunderteigs braucht Zeit, aber es lohnt sich.
Was sind Hamburger Franzbrötchen?
Das Hamburger Franzbrötchen ist ein klassisches norddeutsches Gebäck aus Plunderteig. Der Teig ähnelt Croissants ist aber flacher und mit einer köstlichen Mischung aus Zimt und Zucker bestrichen. Das Franzbrötchen gilt auch über die Stadtgrenzen hinaus als Hamburger Spezialität. Ein frisch gebackenes Franzbrötchen ist für mich das beste Gebäck das man mit einem Kaffee servieren kann und passt sowohl zum Frühstück, Tee oder als Snack zwischendurch.

Hamburger Franzbrötchen
Ausrüstung
- 1 Rührschüssel
- 1 Teigrolle
- 1 Messer
- 1 Backblech
- 1 Backpapier
Zutaten
- 250 ml Milch
- 320 g kalte Butter
- 1 Päckchen Trockenhefe
- 500 g Mehl Type 405
- 60 g Zucker
- 1 Päckchen Vanillezucker
- 1 Prise Salz
- 100 g Zucker
- 1 EL Zimt
- 1 Eigelb
Zubereitung
Hefemilch anrühren
- Milch in einem Topf mit 70 g Butter lauwarm erhitzen.250 ml Milch, 320 g kalte Butter
- Trockenhefe hineingeben, umrühren und kurz gehen lassen.1 Päckchen Trockenhefe
Plunderteig zubereiten
- Mehl, Zucker, Vanillezucker und Salz miteinander vermischen. Die Hefemilch zugeben und alles ca. 5 Minuten zu einem glatten Teig verkneten.500 g Mehl, 60 g Zucker, 1 Päckchen Vanillezucker, 1 Prise Salz
- Den Teig abgedeckt an einem warmen Ort ca. 1 Stunde gehen lassen.
Plunderteig tourieren
- Den Hefeteig auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einem Rechteck der Größe ca. 40 x 25 cm ausrollen. Die Teigplatte so halbieren, das zwei Platten der Größe 20x25 cm entstehen.
- 250 g Butter in Scheiben schneiden und eine Teigplatte damit belegen. Dabei 0,5 cm am Rand freilassen.
- Die andere Teigplatte darauflegen und an den Rändern festdrücken.
- Die "doppelte" Teigplatte wieder zu einem Rechteck mit der Größe ca. 40 x 25 cm ausrollen.
- Die beiden kürzeren Seiten der Teigplatte so zur Mitte klappen, dass die beiden Teigkanten aneinanderstoßen.
- Dann die Teigplatten (offene Seite) noch einmal so zur Mitte zusammenlegen, das 4 Lagen entstehen. Den Teig zugedeckt ca. 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.
- Den Teig nochmals zu einem Rechteck mit der Größe ca. 40 x 25 cm ausrollen und das Prozedere des Überschlagens wiederholen, sodass wiederum 4 Lagen entstehen. Den Teig nochmal 20 Minuten abgedeckt im Kühlschrank ruhen lassen.
- Den Teig zu einem Rechteck mit der Größe 40 x 50 cm ausrollen.
Füllung zubereiten und Franzbrötchen formen
- Zimt mit Zucker mischen und die Teigplatte damit großzügig bestreuen.100 g Zucker, 1 EL Zimt
- Den Teig eng aufrollen und in ca. 5 cm dicke Stücke schneiden. Ideal ist ist eine Trapezform.
- Jedes Teigstück mit dem Stil eines Kochlöffels parallel zum Schnitt von oben auf die einzelnen Teigstücke drücken. Die eingerollten Seiten zeigen, wie die typische Franzbrötchenform, nach oben.
- Zugedeckt nochmal ca. 45 Minuten kalt stellen.
Franzbrötchen backen
- Den Backofen auf 220 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
- Eine Schale mit Wasser auf den Boden stellen.
- Die Teige mit Eigelb bestreichen.1 Eigelb
- Die Franzbrötchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und ca. 20 Minuten goldbraun backen.
Wo kommt das Franzbrötchen her?
Die Entstehungsgeschichte des Franzbrötchen ist nicht eindeutig überliefert, aber viele spricht dafür, dass es seinen Ursprung im 19. Jahrhundert und, wie der Name vermuten lässt, in Frankreich hat. Hamburger Bäcker orientierten sich am französischen Croissant und entwickelten ihre eigene Version. Statt den Teig zu Hörnchen zu rollen, wurde er flach gedrückt und mit einer Füllung aus Zimt und Zucker gebacken. So entstand das typisch Hamburgische Gebäck.
Tipps & Varianten für perfekte Hamburger Franzbrötchen
- Damit der Teig schön blättrig wird, solltest du auf jeden Fall kalte Butter verarbeiten. Nur so bleibt die typische Schichtung erhalten.
- Für die perfekte Struktur ist es wichtig, dass der Teig ausreichend Ruhezeiten bekommt. Merke: Lieber länger als kürzer.
- Großzügig mit Zimt und Zucker bestreuen und gleichmäßig auf dem Teig verteilen.
- Für klassische Franzbrötchenform die Teigrolle trapezförmig durchschneiden. (siehe Foto)
- Alternativ kannst Du die Füllung mit Rosinen, geschmorten kleinen Apfelstückchen, karamellisierten Walnüssen oder Schokoladenstückchen belegen. Für mich ist allerdings das Original Hamburger Franzbrötchen mit Zimt und Zucker unschlagbar.
Weitere Backrezepte mit Hefeteig
- Apfelzimtschnecken
- Zimtknoten mit Nougat
- Einfacher Hefezopf
Häufig gestellte Fragen zu Franzbrötchen
- Warum werden meine Franzbrötchen nicht blättrig?
Die Butter war nicht kalt genug. Wenn die Butter zu weich ist oder der Teig zu warm wurde kann es passieren, dass der teig nicht blättrig wird. Du solltest auf jeden Fall den Teig in den Kühlschrank geben und dort ruhen lassen. - Kann ich Hamburger Franzbrötchen auch mit Dinkelmehl backen?
Ja, sejhr gut sogar. Das Franz wird dann etwas kräftiger im Geschmack. - Kann ich die Franzbrötchen aufbewahren?
Frisch gebacken schmecken sie natürlich am besten, aber du kannst die Franzbrötchen auch 1-2 Tage lufdicht verpackt aufbewahren. Zum Auffrischen kannst Du sie im Ofen auf dem Toaster oder auch kurz in der Heißluftfritteuse erwärmen. Du kannst sie auch wunderbar einfrieren und bei bedarf auftauen und noch einmal kurz backen.

Saskia
Foodbloggerin
Ich heiße Saskia, lebe mit meiner Famile in Hamburg, liebe gutes Essen, einen schön gedeckten Tisch und meine Küche als Treffpunkt in unserem Haus. Hier wird geplaudert, gefeiert, telefoniert, genäht, repariert, gespielt, gebastelt, Zeitung gelesen, getanzt und natürlich vor allem gekocht und gegessen. Jeden Tag saßen wir mindestens einmal alle gemeinsam am Tisch. Das wird dem Haus und mir sicher fehlen.


























Wow, die Franzbrötchen sehen super lecker aus!
Toll, dass du mit deinem Rezept dabei bist!
Liebste Grüße, Claretti
Das freut mich sehr! Die Franzbrötchen sind wirklich lecker und leicht gemacht. Hoffen wir nur, dass es mit dem verregneten Wochenende noch ein wenig dauert.
Viele Grüße, Saskia
Habe sie heute ausprobiert ! Super lecker und große Begeisterung bei den Kindern !
Ein toller Blog ! Liebe Grüße Sabine Kwee
Wie nett! Danke und herzliche Grüße zurück
Danke für dieses Rezept, ich als Rheinländerin kannte Franzbrötchen noch gar nicht. Man braucht Zeit, aber sie sind wirklich ganz einfach und richtig, richtig lecker!
Das Ei habe ich irgendwie vergessen, aber es hat auch so super geschmeckt. LG Alex
Das ist ja was – Ei vergessen 🙂 Es freut mich, dass es trotzdem geschmeckt hat! Liebe Grüße ins Rheinland von Saskia
DER hamburger Klassiker!