Fettuccine Alfredo
Es sind so oft die schnellen, günstigen und einfachen Gerichte ohne Schnickschnack, die meine Familie liebt und die ich immer wieder koche. Fettuccine Alfredo ist so ein Gericht, das mich schon seit Kindertagen begleitet und in meiner Studienzeit immer wieder gekocht wurde,
Wenn es finanziell am Ende des Monats eng wurde, ging dieses original italienische Pasta-Rezept immer. Schon mein Vater, der ein guter Koch war und es liebte, in Italien Lebensmittel einzukaufen und mit nach Hause zu bringen, hatte, wie ich heute auch, immer ein Stück Parmesan im Vorrat. Er kochte dieses Rezept mit dem extrem guten buttrigen Geschmack für mich, wenn es schnell und trotzdem extrem lecker sein sollte.
Was ist Fettuccine Alfredo?
Fettucine Alfredo ist ein klassisches italienisches Pasta-Gericht aus Rom, bei dem ganz einfach nur die 3 Zutaten (wenn man von Salz und Pfeffer absieht) wie gute Butter, fein geriebener Parmigiano Reggiano (Parmesan), heiße Pasta wie z.B. Fettuccine und Nudelwasser sich zu einer unvergleichlich cremigen Einheit verbinden. Für die Cremigkeit ist vor allem das stärkehaltige Nudelwasser verantwortlich. Das Gericht stammt wie so viele Pasta-Rezepte aus Rom. Dort soll der Restaurantbesitzer Alfredo di Lelio diesen mittlerweile Klassiker der italienischen Küche für seine Frau erfunden haben.
Vielleicht kennst du auch die Alfredo-Sauce als Sahnesauce. Besonders in den USA ist diese Variante mit Sahne und Knoblauch sehr beliebt. Die klassische italienische, römische Variante kommt komplett ohne Sahne aus. Die „amerikanischen“ Alfredo-Nudeln gibt es auch oft mit Brokkoli oder Hühnchen.
Zutaten für Fettuccine Alfredo ohne Sahne
Butter, Parmesan und Pasta. Das soll schmecken? Ja, du wirst, wie ich beim ersten Mal auch, überrascht sein, wie viel Geschmack aus so wenigen Zutaten kommen kann. Man schmeckt jede einzelne Zutat. Die Butter gibt eine seidige Konsistenz, der Parmesan bringt Würze und Umami, und beides legt sich geschmolzen als cremige Emulsion wie eine Hülle um die tropfnassen Fettuccine. Keine Sahne, keine Mehlschwitze. Genau das macht dieses Gericht so besonders.
- Butter: Gute Butter macht sich geschmacklich bei diesem Gericht besonders bemerkbar. Du kannst zwischen milder Süßrahmbutter und etwas herzhafterer Sauerrahmbutter wählen. Ich mag Butter besonders gern von Kühen, die auf Weiden grasen, denn diese sogenannte Weidebutter ist besonders geschmackvoll. Du kannst dich aber auch für Markenbutter oder Butter in Bio-Qualität entscheiden.
- Parmesan: Ich habe immer ein Stück Parmigiano Reggiano im Haus. Frisch gerieben entfaltet sich der würzige Geschmack am besten.
- Pasta: Da Pasta die Hauptzutat für dieses Pasta-Gericht ist, sind die Form und die Qualität schon sehr entscheidend. Fettuccine sind breite Bandnudeln, an denen die Sauce besonders gut haften bleibt. Du kannst aber auch Tagliatelle oder Linguine verwenden. Spaghetti eignen sich nicht so gut, denn die Sauce bleibt nicht haften, sondern bleibt auf dem Teller. In dem Fall brauchst du dann ein Stück Brot, um die Sauce vom Teller aufzunehmen.
- Nudelwasser: Es ist eigentlich keine wirkliche Zutat, aber das Nudelwasser ist entscheidend für das Gelingen dieser einfache Pasta.

Fettuccine Alfredo
Ausrüstung
- 1 Reibe
- 1 großer Topf
- 1 Pfanne oder Topf z.B. Sauteuse
- 1 Schneebesen
Zutaten
- 250 g Fettuccine oder andere Pasta
- 100 g Butter
- 80 g Parmesan
- Salz
- frisch gemahlener Pfeffer
Zubereitung
- Den Parmesan fein reiben.
- Die Fettuccine in Salzwasser nach Packungsanleitung al dente garen. 2 Minuten vor Ende der Garzeit ca. 200 ml Nudelwasser für die Sauce abschöpfen. Achtung: Es kann sein, dass du nicht alles verbrauchst.
- Die Butter in eine Pfanne oder einen Topf (z.B. Sauteuse) geben und bei niedriger Hitze schmelzen.
- 100 ml Nudelwasser zur flüssigen Butter geben, mit einem Schneebesen gut verrühren und zu einer cremigen Sauce eindicken lassen.
- Die Fettuccine tropfnass zur Buttersauce geben und schwenken. Noch einmal 50 ml Nudelwasser zugießen, alles gut miteinander vermischen und nochmals 1 Minute ziehen lassen. Ggf. das restliche Nudelwasser zugeben.
- Den Topf vom Herd ziehen, den Parmesan zu den Nudeln geben und schnell mit einander vermengen, bis eine wunderbar cremige Alfredo Sauce entstanden ist.
- Mit Salz únd frisch gemahlenem Pfeffer abschmecken und sofort servieren.
Notizen
Tipps für perfekte Fettuccine Alfredo
- Das Geheimnis der perfekten Alfredo-Sauce liegt im Timing. Also wann Butter, Parmesan und Nudeln miteinander vermischt werden. Vor allem das Nudelwasser ist entscheidend, denn die Nudeln geben während des Kochvorgangs Stärke an das Wasser ab. Diese Mischung nutzt du dann für die Entstehung einer perfekten Emulsion.
- Du kannst noch Muskatnuss über die Pasta reiben. Das passt sehr gut.
- Die Butter möglichst bei geringer Temperatur schmelzen. Sie sollte nicht braun werden, sondern goldig, zart und flüssig.
- Die Pasta sollte wirklich nur al dente gekocht werden, da sie im Topf mit der Buttersauce noch einmal nachgart und dann zu weich werden könnte.
- Gib nicht zu viel Salz ins Nudelwasser, denn du brauchst es zum Binden der Sauce. Eventuell wird dann die Pasta etwas zu salzig. Oder du würzt dann hinterher nicht mehr so viel mit Salz. Probiere die Nudeln auf jeden Fall, bevor Du noch mehr Salz hinein gibst.
- Vor dem Servieren die Teller auf ca. 60°C erwärmen. Das kannst du im Ofen oder mit heißem Wasser oder (wer sie hat) in einer Wärmeschublade machen. So bleiben die Nudeln länger warm.
Fettuccine Alfredo zubereiten
Diese Pasta Alfredo ist das schnellste und simpelste Gericht, das ich kenne. In Italien gibt man Butter in Scheiben geschnitten auf vorgewärmte Teller oder auf eine große Schale, legt dann die heißen, tropfnassen Nudeln darauf, reibt den Käse darüber, mischt dann alles zusammen und würzt mit Salz und Pfeffer. Ich gebe die Butter in einen Topf und schmelze sie. Dann gebe ich Nudelwasser dazu, vermische es mit der Butter, gebe die Nudeln in die Sauce und reibe dann den Parmesan darüber.
Das Ganze muss schnell gehen und sobald der Käse geschmolzen ist, wird die Pasta serviert. Falls die Nudeln nicht cremig genug sind, hilft noch mehr Nudelwasser. Das Ganze ist wirklich kinderleicht und auch für Kochanfänger ein ideales Gericht.

3 wichtige Tipps
- Den parmesan wirklich richtig fein reiben. Je feiner er ist, desto besser verbindet er sich mit dem Nudelwasser-Butter-Gemisch. Genau dadurch wird die Sauce cremig und nicht klumpig.
- Das Kochwasser nicht zu stark salzen, denn der Parmesan gibt sehr viel Würze an die Pasta ab. Lieber hinterher mit Salz abschmecken.
- Für maximalen Genuss Fettuccine sofort und heiß servieren.
Fettuccine, Tagliatelle oder Linguine?
Grundsätzlich kannst du natürlich jede Pasta verwenden. Für Saucen wie diese, sind allerdings flache Bandnudeln wie Fettuccine ideal. Fettucine sind etwas breiter als Tagliatelle und nehmen die feine Buttersauce dadurch noch besser auf. Sie haben eine raue Oberfläche an der die Sauce gut haften bleibt. Lies hier gerne mehr zu den unterschiedlichen Formen , wenn du dich über die verschiedenen langen Nudelformen informieren möchtest.
Fettucine Alfredo mit oder ohne Sahne?
In echte italienische Alfredo-Sauce gehört keine Sahne. Die originalen Fettuccine Alfredo bestehen nur aus Butter, Parmesan und Nudelwasser. Die amerikanische Variante wird zusätzlich mit Sahne, Knoblauch und auch Hühnchen zubereitet.
Wenn du dich für Pasta, Saucen, Tipps und Tricks oder auch selbst gemachte Pasta interessierst, dann empfehle ich dir meinen ultimativen Pasta-Guide zum Informieren.
Weitere günstige und einfache Pasta-Rezepte
Wenn du auf der Suche nach günstigen und trotzdem schmeckhaften Pasta-Rezepte bist, dann habe ich hier einige leckere Varianten für dich. Probiere einmal meine frische und sommerliche Zitronenpasta, den Klassiker Spaghetti Carbonara oder zwei Varianten mit Gemüse Spaghetti mit Brokkoli und Pasta mit Zucchini.


Saskia
Foodbloggerin
Ich heiße Saskia, lebe mit meiner Famile in Hamburg, liebe gutes Essen, einen schön gedeckten Tisch und meine Küche als Treffpunkt in unserem Haus. Hier wird geplaudert, gefeiert, telefoniert, genäht, repariert, gespielt, gebastelt, Zeitung gelesen, getanzt und natürlich vor allem gekocht und gegessen. Jeden Tag saßen wir mindestens einmal alle gemeinsam am Tisch. Das wird dem Haus und mir sicher fehlen.


















Wow, so simpel – und ganz ohne Sahne. Danke fürs Rezept.