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Basilikum Pesto

Basilikum Pesto

Basilikum Pesto besteht nur aus wenigen Zutaten, ist schnell gemacht und schmeckt nicht nur zu Nudeln.

Je nachdem, welche Geräte man zur Verfügung hat, lässt es sich ganz unkompliziert herstellen. Du kannst Pesto nach ligurischer Art im Mörser zermalmt, mit dem Pürierstab gemixt oder einfach in einer kleinen Schüssel zerstoßen zubereiten. Wie auch immer du es machst,  Pesto gelingt immer. Die klassische Variante wird mit Basilikum zubereitet. Wer Basilikum nicht so gerne mag, kann es mal mit Varianten wie Petersilie oder Rucola versuchen.

Was ist Basilikum Pesto?

Basilikum-Pesto, italienisch „Pesto alla Genovese“, stammt ursprünglich aus Ligurien, genauer aus der Region rund um Genua, wo es traditionell im Mörser aus frischem Basilikum, Pinienkernen, Knoblauch, Olivenöl und Hartkäse zerstoßen wird. Die Besonderheit des hier vorgestellten Rezepts liegt darin, dass es sich bewusst nah am italienischen Original orientiert, dabei aber unkompliziert bleibt: Es kombiniert Parmesan und Pecorino zu gleichen Teilen für ein besonders aromatisches Ergebnis, setzt auf junge, milde Basilikumblätter, um Bitterstoffe zu vermeiden, und lässt sich wahlweise klassisch im Mörser oder schnell mit dem Stabmixer zubereiten. Basilikum-Pesto ist in nur rund zehn Minuten fertig. Dadurch bleibt der frische, intensive Basilikumgeschmack erhalten, während das Rezept alltagstauglich und flexibel bleibt.

Zutaten für Basilikum Pesto

Du brauchst nur wenige Zutaten für ein hochwertiges Pesto. Damit dein italienisches Basilikum Pesto ein Aromenfeuerwerk und ein Geschmackserlebnis wird, solltest du beste Zutaten verwenden. Die Zubereitung ist einfach, aber du solltest auf ein paar Dinge achten. So gelingt es dir authentisch:

  1. Basilikum: Diese Zutat ist für das unverwechselbare Aroma des Pestos verantwortlich. Ich habe im Rezept unten in der Rezeptkarte die Menge im Bund angegeben. Das entspricht in etwas zwei Töpfen oder wenn du die Basilikumblätter ohne Stängel wiegen würdest, in etwa 50 g. Bei dieser Zutat ist der Name Programm.
  2. Pinienkerne: Die köstlichen kleinen Kerne werden in einer beschichteten Pfanne ohne Öl geröstet, entwickeln so ihr mildes und nussiges Aroma und sind ein wichtiger Bestandteil für das Pesto. Aus eigener Erfahrung: Die Pinienkerne solltest Du beim Rösten in der Pfanne im Auge behalten, denn sie verbrennen bei zu hoher Hitze sehr schnell. Pinienkerne sind übrigens reich an Vitaminen und Mineralstoffen.
  3. Olivenöl:  Olivenöl ist ein Geschmacksträger und ich verwende immer extra natives Olivenöl (am liebsten in Bio-Qualität). Dieses kaltgepresste Öl gibt es in verschiedenen Qualitätsstufen, die unter anderem vom Erntezeitpunkt und den Säurestufen abhängen. Außerdem gibt es im Geschmack und in der Intensität große Unterschiede.
  4. Knoblauch: Für mich und ins Original gehört Knoblauch unbedingt dazu. Ich presse den Knoblauch gerne. Du kannst ihn aber auch fein würfeln. Knoblauch und Zwiebeln sind übrigens sehr wertvoll für das Immunsystem.
  5. Parmesan und Pecorino: Ich nehme meist nur Parmesan oder mische frisch geriebenen Parmesan und Pecorino zu gleichen Teilen. Pecorino ist sehr geschmacksintensiv, und wenn du ihn nicht magst, kannst du die Menge auch durch Parmesan ersetzen.

Parmesan oder Pecorino?

Beim klassischen Basilikum-Pesto stellt sich oft die Frage, ob Parmesan oder Pecorino die bessere Wahl ist. Ich kannte bis vor ein paar Jahren ausschließlich Parmesan. In einem Urlaub in Norditalien schmeckte mir das Essen nicht so gut wie sonst. Woran lag das? Am Pecorino. Ich war den Geschmack überhaupt nicht gewohnt und fand ihn viel zu intensiv und „schafig“ in den Gerichten. Tatsächlich unterscheiden sich beide Käsesorten deutlich in Herkunft, Herstellung und vor allem im Geschmack.

Parmesan (Parmigiano Reggiano) wird aus Kuhmilch hergestellt und reift je nach Sorte zwischen 12 und 36 Monaten. Durch diese lange Reifezeit entwickelt er ein nussiges Aroma mit einer feinen kristallinen Struktur. Pecorino hingegen wird ausschließlich aus Schafsmilch hergestellt. Er reift oft nur wenige Monate und die Reifezeit ist dadurch deutlich kürzer. Pecorino schmeckt würziger, salziger und viel intensiver als Parmesan und hat eine leicht scharfe Note. Auch bei der Herstellung gibt es Unterschiede: Parmesan wird traditionell in großen Laiben in speziellen Molkereien in Italien in der Emilia-Romagna hergestellt. Die Milch muss aus einem geschützten Gebiet stammen und es gelten strenge Vorgaben zur Fütterung der Kühe. Pecorino wird je nach Region (etwa Pecorino Romano oder Pecorino Sardo) unterschiedlich produziert, meist aber in kleineren Laiben und mit Lab, das früher oft aus Lämmermagen gewonnen wurde. Diese unterschiedlichen Produktionswege tragen wesentlich zu den geschmacklichen Unterschieden bei.

Wenn du also ein mildes, ausgewogenes Pesto möchtest, ist Parmesan die sichere Wahl. Auch ich bereite es meist ausschließlich mit Parmesan zu. Aber das ist Geschmackssache. Für ein würzigeres, kräftigeres Ergebnis lohnt sich Pecorino – oder eine Mischung aus beidem für das Beste aus beiden Welten.

Übrigens: Sowohl Parmesan als auch Pecorino werden traditionell mit tierischem Lab hergestellt und sind daher in ihrer klassischen Form nicht für Vegetarier geeignet.

Wann ist die perfekte Jahreszeit für Basilikum?

Basilikum gibt es  mittlerweile das ganze Jahr über zu kaufen. Im Sommer findest Du es nicht nur im Supermarkt, sondern auch hier angebautes auf dem Wochenmarkt. Noch schöner ist es natürlich, wenn Du das würzige Kraut im eigenen Garten anbaust.

Sommer- und Winterbasilikum

Im Sommer gedeihen Basilikumpflanzen auch bei uns in den Beeten und Kräutergärten wunderbar.  Zu diesem Zeitpunkt mit Sonne verwöhnt, schmeckt mir persönlich selbst gemachtes Pesto mit dem frischen und unverwechselbaren Aroma des Basilikums am besten. Das im Winter in den Supermärkten erhältliche Basilikum ist längst nicht so geschmacksintensiv und aromatisch, sondern schmeckt viel milder.

So gelingt die Zubereitung von Pesto

Es gibt zwei Möglichkeiten bzw. Arten, Pesto zuzubereiten. Traditionell wird Pesto in Italien im Mörser zubereitet. Du kannst aber auch andere Hilfsmittel wie z. B. einen Mixer oder einen Pürierstab zur Hilfe nehmen.

Meine zwei Zubereitungs-Tipps vorab: Als ich das erste Mal Basilikum-Pesto selber zubereitet habe, hatte ich viel zu wenig Basilikumblätter und ich konnte die Masse nicht mit dem Pürierstab herstellen. Ich habe versucht, die Blätter kleinzuschneiden, aber das funktionierte nicht. Beim zweiten Mal habe ich das Pesto viel zu intensiv mit dem Stabmixer püriert, sodass es bitter und fast ungenießbar wurde.

1. Traditionell: Zubereitung im Mörser

In Italien hat die Zubereitung im Mörser eine lange Tradition. Ein Vorteil dieser Methode ist, dass die Konsistenz ganz nach Wunsch und Geschmack angepasst werden kann. Durch das stetige Mahlen und Zerstoßen der Basilikumblätter kann sich das Aroma besonders gut entfalten. Kleinere Mengen kannst du besser im Mörser zubereiten, denn für den Pürierstab oder eine Küchenmaschine brauchst Du immer eine Mindestmenge zur Herstellung.

  1. Basilikum vorbereiten: Du wäschst die Basilikumblätter und trocknest sie vorsichtig.
  2. Käse reiben: Parmesan und Pecorino solltest du frisch reiben
  3. Knoblauch vorbereiten: Knoblauch abziehen und fein würfeln.
  4. Mörsern: Knoblauch, Salz und die Pinienkerne gibst du in den Mörser und zermahlst alles fein. Dann kommen nach und nach die Basilikumblätter hinzu und werden fein gemörsert. Dann gibst du nach und nach den geriebenen Käse und das Olivenöl hinzu und verarbeitest alles zusammen zu einer geschmeidigen Paste. Zum Schluss schmeckst du Salz und Pfeffer ab.

2. Schnell und unkompliziert: Zubereitung mit dem Stabmixer

Die Zubereitung im Mixer oder mit dem Stabmixer ist natürlich viel bequemer und einfacher als die traditionelle Art. So hast Du im Handumdrehen eine köstliches Pesto parat. Allerdings solltest Du bei nicht zu hoher Geschwindigkeit pürieren, damit das Pesto nicht zu flüssig wird. Die Vorbereitung der Zutaten ist wie bei der traditionellen Art im Mörser, nur die Zubereitung unterscheidet sich.

Alle Zutaten bis auf das Olivenöl gibst du in ein hohes Gefäß. Anschließend gießt du nach und nach das Olivenöl zu, während du die Masse zu einem Pesto zusammenmixt.

Pesto

Häufig gestellte Fragen zu Basilikum-Pesto

Wie lange ist Pesto haltbar?

Das Pesto solltest du zur Aufbewahrung in ein Glas füllen und mit Olivenöl bedecken, damit es nicht austrocknet. Im Kühlschrank gelagert, ist es so mindestens eine Woche haltbar.

Kann man Basilikum Pesto einfrieren?

Ja, Pesto lässt sich sehr gut einfrieren. Ich verwende gerne Eiswürfelbehälter, denn dann kann ich mir immer die entsprechende Menge entnehmen und habe immer ein einfaches Gericht parat. Tipp: Etwas Olivenöl auf die Oberfläche geben. Das schützt vor Gefrierbrand.

Warum wird mein Pesto manchmal bitter und braun?

Das liegt an zu altem oder zu lange gemixtem Basilikum sowie an der Oxidation durch Luftkontakt. Du solltest frische und junge Blätter verwenden und das fertige Pesto immer mit einer Schicht Olivenöl bedecken, um Bitterkeit und Verfärbung zu vermeiden.

Kann ich Basilikum-Pesto ohne Käse zubereiten?

Ja, für eine vegane Variante kannst du den Käse einfach weglassen und durch frische Hefeflocken oder veganen Parmesankäse ersetzen. Die Zubereitung an sich bleibt gleich.

Wozu passt Basilikum-Pesto außer zu Pasta noch?

Neben Nudeln kannst du Pesto auch wunderbar zu Pellkartoffeln, in Salat-Dressings oder als Topping für Suppen und Eintöpfe verwenden. Es lohnt sich also, gleich mehr davon zuzubereiten.

Wer hat Pesto erfunden?

Einen einzelnen Erfinder gibt es nicht: Pesto entwickelte sich aus der ligurischen Knoblauchsauce „Agliata“, die wiederum auf das römische „Moretum“ zurückgeht. Die heute bekannte Rezeptur mit Basilikum wurde erstmals 1863 von Giovanni Battista Ratto in seinem Kochbuch „La Cuciniera Genovese“ schriftlich festgehalten. Vermutlich, weil rund um Genua besonders aromatisches Basilikum, Olivenöl und Pinienkerne reichlich vorhanden waren.

Varianten

Selbst gemachtes Pesto ist eine prima frische Alternative zu fertigen Soßen aus dem Supermarkt und lässt sich ganz einfach variieren:

  • Pinienkerne können durch Cashews oder Walnüsse ersetzt werden.
  • Das Basilikum kannst du z.B. durch Spinat, Feldsalat, Rucola oder im Winter durch Grünkohl ersetzen. Eigentlich eignen sich alle feinen grünen Blätter dafür.
  • Solltest du weder Parmesan noch Pecorino mögen, kannst du  auch andere würzige Käsesorten wie z.B. Bergkäse verwenden.
  • Auch durch Kräuter kannst du das Basilikumpesto verfeinern und ihm ein anderes Aroma geben.

Weitere Pesto-Rezepte

Pesto kannst Du aus vielen verschiedenen Grundzutaten herstellen. Es gibt jede Menge Pesto-Varianten: Probiere auch einmal Peterslienpesto, mein beliebtes Feldsalatpesto oder mein würziges Artischockenpesto oder mein herbstliches Kürbispesto.

Wenn du Lust auf weitere Tipps und Tricks rund um das Thema Pasta hast, empfehle ich dir meinen ultimativen Pasta-Guide.

Ein kleiner Gruß aus Dee’s Küche !

letzte Aktualisierung am 15.07.2026

Saskia aus Dee's Küche

Saskia

Foodbloggerin

Ich heiße Saskia, lebe mit meiner Famile in Hamburg, liebe gutes Essen, einen schön gedeckten Tisch und meine Küche als Treffpunkt in unserem Haus. Hier wird geplaudert, gefeiert, telefoniert, genäht, repariert, gespielt, gebastelt, Zeitung gelesen, getanzt und natürlich vor allem gekocht und gegessen. Jeden Tag saßen wir mindestens einmal alle gemeinsam am Tisch. Das wird dem Haus und mir sicher fehlen.

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