Kartoffelgratin mit Sahne und Milch

Die einfachen Dinge sind oft die besten – klassisches Kartoffelgratin ist so ein Fall. Kartoffelgratin trägt in Frankreich den eleganten Namen Gratin dauphinoise und ist auch ein einfacher Klassiker der deutschen Küche. Die beliebte Sattmacherbeilage ist eher unscheinbar, extrem unkompliziert zubereitet, leider weder low carb noch low fat – es ist einfach nur lecker. Gratins bestehen meist nur aus  2–3 verschiedenen Grundzutaten – die Variationsmöglichkeiten sind allerdings vielfältig. Einfaches Kartoffelgratin ohne Käse ist die perfekte Beilage zu Gegrilltem, Fisch oder Fleisch und passt für Vegetarier solo hervorragend zu einem gemischten Salat.

Kartoffel

Gratin

Für 4 Personen
Kartoffelgratin:

  • 250 ml Sahne
  • 250 ml Milch
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Zweig Thymian oder Rosmarin (optional)
  • Salz
  • 1 kg vorwiegend festkochende Kartoffeln

Du brauchst: Topf, Kartoffelschälmesser, Gemüsemesser oder Hobel, flache Auflaufform

So geht’s:

  1. Die Knoblauchzehe schälen und halbieren. Sahne und Milch in einem Topf mit der Knoblauchzehe und dem Thymian aufkochen. Die Mischung kräftig salzen, den Topf vom Herd ziehen und für 10 Minuten durchziehen lassen.
  2. Den Backofen auf 200° C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  3. Die Kartoffeln schälen, waschen und in feine Scheiben schneiden. Die Scheiben durcheinander, überlappend schichten oder in „Kartoffelform“ in eine Auflaufform setzen.
  4. Knoblauch und Thymian aus dem Topf herausnehmen und die Sahne-Milch über die Kartoffeln gießen. Die Auflaufform in der Mitte des Backofens ca. 45 Minuten goldgelb backen. Bis zum Servieren im ausgeschalteten Ofen stehen lassen.

Zubereitung 15 Minuten; Backzeit ca. 45 Minuten

Kartoffelgratin

Tipps für ein perfektes Kartoffelgratin
  • Natürlich kann Kartoffelgratin auch mit Milch- und Sahne-Alternativen hergestellt werden.
  • Wer mag, reibt noch eine Prise Muskat über das Kartoffelgratin.
  • Gratins bestehen meist nur aus  2–3 verschiedenen Grundzutaten – die Variationsmöglichkeiten sind allerdings vielfältig: Kartoffelgratin kann z.B. auch mit Süßkartoffelscheiben oder getrockneten oder frischen Kräutern zubereitet werden. Würziger geriebener Bergkäse, Feta oder italienischer Hartkäse machen aus dem Kartoffelgratin eine sättigende Hauptspeise. Dafür einfach die Milch durch den Käse ersetzen. Gratins lassen sich aus fast allen Gemüsesorten wie z.B. Zucchini, Brokkoli, Kohlrabi, Tomaten oder Spargel im Frühsommer oder im Herbst mit Kürbis zubereiten.
  • Gratins aller Art eignen sich auch perfekt zur Resteverwertung. Einfach restliches Gemüse aus dem Kühlschrank schichten und überbacken. Mit diesem Grundrezept kann man auch ganz einfach Brokkoligratin, Spargelgratin, Blumenkohlgratin oder auch Mischungen der Gemüsorten zubereiten. Auch lecker sind Gratins mit Schinken, Speck aber auch mit Fisch oder Rinderhack.
  • Beim Mischen der Gemüsesorten sollte aber auf jeden Fall an die verschiedenen Garzeiten gedacht werden. Tomaten brauchen z.B. weniger lang als Kartoffeln. Extratipp: Werden Tomaten verwendet, sollten sie vorher unbedingt entkernt werden, damit das Gratin nicht zu flüssig wird.

Kartoffelgratin

Was ist der Unterschied zwischen einem Gratin und einem Auflauf?

Ein Gratin besteht meist nur aus zwei bis drei Hauptzutaten und wird häufig als Beilage gereicht. Die Gratinform ist flacher als beim Auflauf. Ein Gratin besteht nur aus einer Schicht, die bei großer Hitze gratiniert und damit knusprig und goldbraun gebacken wird.

Aufläufe bestehen aus verschiedenen Zutaten, wie z.B. auch Nudeln, Fleisch oder Fisch, Gemüse, Kartoffeln, die abwechselnd oder bunt durcheinander geschichtet werden und mit einer Sauce begossen und mit Käse überbacken werden. Ein Auflauf ist eine Hauptmalzeit und keine Beilage.

Welchen Käse verwendet man für Aufläufe und Gratins?

Ob klassisch mit italienischem Hartkäse wie Parmesan oder würzig mit Schafs- oder Ziegenkäse – Die Möglichkeiten zum Überbacken mit Käse sind vielfältig. Weiche Käsesorten wie junger Gouda, Mozzarella oder auch Camembert sorgen für extra Cremigkeit. Cheddar, Emmentaler und Parmesan sorgen für eine extra knusprige Kruste.

Neben Käse können auch Semmelbrösel gemischt mit geriebenem Käse oder Croûtons bzw. gewürfeltes Toastbrot über den Auflauf oder das Gratin gestreut und zu einer knusprigen Kruste mitgebacken werden.

Nüsse geben Biss als Topping: Probiert auch einmal im Winter geröstete Haselnüsse oder Walnüsse über einem Kartoffel oder- Süßkartoffelgratin aus – superlecker!

Welche Kartoffeln eignen sich für ein cremiges Kartoffelgratin?

Bei der Wahl der Kartoffeln gehen die Meinungen auseinander. Ich verwende vorwiegend festkochende, mehlkochkochende Kartoffeln zerfallen beim Backen und sind daher eher ungeeignet. Festkochende Kartoffeln sind schnittfest und bleiben in Form und saftig. Ich mag die Mitte.

Ein kleiner Gruß aus Dee’s Küche!


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5 von 1 Bewertung
Kartoffelgratin mit Sahne und Milch - so einfach geht's!
Kartoffelgratin mit Sahne und Milch
Vorbereitungszeit
5 Min.
Zubereitungszeit
10 Min.
Backzeit
45 Min.
 
Portionen: 4 Personen
Zutaten
  • 250 ml Sahne
  • 250 ml Milch
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Zweig frischer Thymian
  • Salz
  • 1 kg vorwiegend festkochende Kartoffeln
Anleitungen
  1. Die Knoblauchzehe schälen und halbieren. Sahne und Milch in einem Topf mit der Knoblauchzehe und dem Thymian aufkochen. Die Mischung kräftig salzen, den Topf vom Herd ziehen und für 10 Minuten durchziehen lassen.

  2. Den Backofen auf 200° C Ober-/Unterhitze vorheizen.

  3. Die Kartoffeln schälen, waschen und in feine Scheiben schneiden. Die Scheiben durcheinander, überlappend schichten oder in „Kartoffelform“ in eine Auflaufform setzen.

  4. Knoblauch und Thymian aus dem Topf herausnehmen und die Sahne-Milch über die Kartoffeln gießen. Die Auflaufform in der Mitte des Backofens ca. 45 Minuten goldgelb backen. Bis zum Servieren im ausgeschalteten Ofen stehen lassen.

Kartoffelgratin mit Sahne und Milch - so einfach geht's!

 

1 Kommentar
  • Annette
    Juli 21, 2021

    5 stars
    Kartoffelgratin ist eines der ersten Gerichte, die ich selbständig zubereitet habe. Ich mag es in vielen Variationen , ob mit eher festkochenden Kartoffeln oder eher mehligen, mit Käse oder ohne – es gelingt immer (außer man vergißt es im Ofen; schon passiert). Einen Salat mit einer kräftigen Vinaigrette mit Senf mag ich gerne dazu. Vielen Dank für Deine Anregungen und die Erklärungen.
    Herzliche Grüße
    Annette

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