Gemüsepaste selber machen

Werbung | 75 kg oder in etwa 300 € pro Kopf. Egal ob Menge oder Moos: Fast jeder Deutsche wirft pro Jahr Unmengen von Lebensmitteln weg – obwohl der Großteil davon noch genießbar wäre. In Privathaushalten landen in Deutschland jährlich rund 6 Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll! Weltweit werden allein für deren Erzeugung rund acht Millionen Hektar Fläche benötigt. Dabei fliegen Obst und Gemüse bei uns am meisten in die Tonne, gefolgt von Teig- und Backwaren. Um darauf aufmerksam zu machen, besser noch entgegenzuwirken, unterstützt EDEKA vom 22. bis 29. September die bundesweite Aktionswoche „Deutschland rettet Lebensmittel“ des Bundesernährungsministeriums. So gibt es viele Möglichkeiten, um als Verbraucher weniger Lebensmittel zu verschwenden und sie wertzuschätzen.

Neben wertvollen Tipps zur besseren Einkaufsplanung und zur richtigen Lagerung zeigen EDEKA und zugutfuerdietonne.de mit „Beste-Reste-Rezepte“ wie man Lebensmittelreste auf leckere und kreative Art und Weise weiterverarbeiten kann. Wer kennt sie nicht die schrumpelige Möhre, die übrig gegeblieben ist? Mein Beste-Reste-Rezept hat schon meine Großmutter genutzt, um übrig gebliebenes Gemüse zu verwerten. Sie hatte quasi ihren eigenen „Brühwürfel“ in Form von sehr fein geriebenen Gemüseresten, gemischt mit Salz, immer in der kalten Vorratskammer im Keller parat. Die  Gemüsepaste ist schnell gemacht, hält sich einige Monate, kommt ohne Geschmacksverstärker aus und kann nach eigenem Geschmack mit unterschiedlichsten Gemüsesorten und Kräutern gemischt werden. Das Verhältnis von Gemüse und Kräutern zu Salz ist 100 g : 20 g. Hier kommt heute meine Rezept-Variation aus den vorhandenen Zutaten aus meinem Kühlschrank:

Rezept

Gemüsepaste

Für ca. 700 g:

  • 200 g Möhren
  • 200 g Lauch
  • 100 g Petersilienwurzel
  • 100 g Knollensellerie
  • 2 EL gehackte Petersilie
  • 1-2 Knoblauchzehen
  • 1 TL Oregano
  • 1 TL Majoran
  • 120 g Salz

Du brauchst: Schneidebrett, Sparschäler, Gemüsemesser, leistungsstarker Mixer, sterile Gläser zum Abfüllen

So geht’s:

  1. Die Möhren waschen, schälen, Enden abschneiden und in Scheiben schneiden. Lauch putzen, in Ringe schneiden und gründlich waschen. Knollensellerie und Petersilienwurzel schälen, waschen und in Würfel schneiden. Knoblauch schälen, klein würfeln oder pressen.
  2. Alles mischen, Oregano und Majoran zugeben. Portionsweise dier Gemüsemischung mit Salz in einem Mixer sehr fein zerkleinern.
  3. Die Gemüsepaste in Gläser abfüllen und kühl und dunkel lagern.

Fertig in 15 Minuten

Tipps:

  • Die fertige Gemüsepaste ist sehr salzig, kann und sollte sparsam verwendet werden. Für ca. 500 ml Wasser oder Flüssigkeit reicht 1 gehäufter Teelöffel zum Würzen von Suppen, Saucen oder z.B. Currys. Das Salz muss in dieser Konzentration verarbeitet werden, da es als Konservierungsmittel dient und die Gemüsepaste haltbar macht.
  • In eine würzige Gemüsepaste können Gemüsereste aller Art wandern: Champignons, Frühlingszwiebel, Paprika, Pastinaken oder auch frische oder getrocknete Tomaten.  Kräuter wie Schnittlauch, Thymian oder saisonal auch Bärlauch oder Liebstöckel geben besondere Würze. Für eine asiatische Variante: Ingwerknolle frisch hineinreiben. Als natürlicher Geschmacksverstärker kann auch noch etwas Olivenöl unter die Paste gemischt werden.
  • Die Gemüsepaste kann selbstverständlich auch aus einem frischen Suppenbund hergestellt werden. Das geschnittene Gemüse einfach abwiegen und im o. g. Verhältnis mischen und zerkleinern.
  • Für die Zubereitung einer haltbaren Paste sollten die Arbeitsgeräte sehr sauber bzw. keimfrei sein und das Gemüse von faulen Stellen befreit werden. Die fertige Gemüsepaste kühl lagern  – so ist sie bis zu 3 Monate haltbar. Wichtig: immer mit einem frischen Löffel Gemüsepaste entnehmen. Dann bleibt sie lange frisch.
  • Die Gemüsepaste kann auch eingefroren werden: Portionsweise in Eiswürfelbehälter gefüllt können die Brühwürfel dann einzeln entnommen werden.
  • Wer keinen Hochleistungsmixer zum Zerkleinern hat, kann das Gemüse reiben.
  • Extratipps: Abfall vom Schälen und Putzen des Gemüses sammeln und zu Gemüsefond einkochen. Kennst Du schon Möhrenpesto aus Möhrengrün? Das Rezept findest Du auf dem Instgramkanal von EDEKA

„Kühlschrank-Management“ gegen Lebensmittelverschwendung

Eine gute Einkaufsplanung hilft Lebensmittel bedarfsgerecht einzukaufen. Mit der Lagerung am richtigen Platz im Kühlschrank bleiben Lebensmittel länger frisch. Das Gemüsefach für Gemüse, Salate, Kräuter und Obst und die Fächer in der Kühlschranktür, wo Konfitüren, Ketchup, Mayonnaise, Senf oder sonstige Fertigsoßen verstaut werden können, sind mit 8° – 10° C am wärmsten. Direkt über dem Gemüsefach ist es mit 2° – 4° C am kühlsten und der Bereich, in dem leicht verderbliche Lebensmittel wie Fisch, Fleisch und Wurst gelagert werden sollten. Darüber wird es Fach für Fach wärmer. In der Mitte des Kühlschranks ist es 4° –  6° C kalt und ideal für Milchprodukte wie z.B. Quark, Joghurt, Käse, Sahne oder Butter, Eier und Feinkostprodukte.

Nicht alle Gemüse- und Obstsorten mögen es kalt. Zitrusfrüchte, Bananen und Ananas, Mango oder auch Kiwis lagern besser bei Zimmertemperatur.   Tomaten sollte man auch außerhalb des Kühlschranks und getrennt von anderem Gemüse und Obst lagern. Während der Lagerung reifen sie weiter und stoßen ein Gas aus, das dafür sorgt, dass auch anderes Obst und Gemüse schneller reift.

Mehr Informationen zur fachgerechten Aufbewahrung von verschiedensten Lebensmitteln gibt es bei EDEKA. Hier findet Ihr viele wertvolle Tipps zu den Themen Lagern, Einfrieren und Haltbarkeit.

Lebensmittelwertschätzung geht uns alle an – macht mit!

 

Dieser Beitrag ist in Kooperation mit EDEKA enstanden. Ich danke für die freundliche Zusammenarbeit.

Ein kleiner Gruß aus Dee’s Küche!


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5 von 1 Bewertung
Gemüsesepaste selber machen - eine schnelle Alternative für den fertigen Brühwürfel und eine prima Resteverwertung für übrig gebliebenes Gemüse #Resteverwertung #nachhaltig #rezepte #gemüsepaste #vegetarisch #vegan #einfacherezepte
Gemüsepaste selber machen
Vorbereitungszeit
10 Min.
Zubereitungszeit
5 Min.
 

Selbst gemachte Gemüsepaste ist eine ist eine prima Resteverwertung für übrig gebliebenes Gemüse!

Portionen: 700 g
Zutaten
  • 200 g Möhren
  • 200 g Lauch
  • 100 g Petersilienwurzel
  • 100 g Knollensellerie
  • 2 EL gehackte Petersilie
  • 1 TL Oreganoblättchen
  • 1 TL Majoranblättchen
  • 120 g Salz
Anleitungen
  1. Das Gemüse waschen und trockenen. Die Möhren und in Scheiben oder Stücke schneiden.

  2. Lauch putzen, gründlich waschen und in feine Rinde schneiden. Knollensellerie und Petersileinwurzel schälen, waschen und in Würfel schneiden. Die Knoblauch schälen und klein würfeln.

  3. Alles mischen, Oregano und Majoran zugeben. Portionsweise Gemüsemischung und Salz in einem Mixer sehr fein zerkleinern.Die Gemüsepaste in Gläser abfüllen und kühl und dunkel lagern.

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2 Komentare
  • Kathrin
    Oktober 2, 2020

    5 stars
    So tolle Bilder und die Gemüsepaste werde ich bald ausprobieren.
    Ganz liebe Grüße
    Kathrin

    • Saskia
      Oktober 2, 2020

      Das freut mich sehr liebe Kathrin!
      Herzliche Grüße zurück,
      Saskia

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