Tagliatelle mit Pfifferlingsauce

Der Pfifferling, in Deutschland der erste Waldpilz des Jahres, kam früher massenhaft in unseren Wäldern vor. Ich erinnere mich an Spaziergänge in meiner Kindheit, als wir jede Menge Pilze gesammelt, anschließend geputzt, ganz einfach mit Zwiebeln gebraten und zu einem Stück Brot gegessen haben. Pfifferlinge sind heute selten geworden. Sie sind eine Delikatesse und wegen starker Rückgänge ist die Art geschützt. Folglich sind sie nicht gerade günstig zu haben. Aber ein paar mal im Jahr muss es sie bei uns geben. Zum Beispiel als leckeres Pastagericht: Tagliatelle mit Pfifferlingsauce.

Rezept

Pfifferlingsauce

Für 4 Portionen:

  • 2 Schalotten
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Bund glatte Petersilie
  • 2 El Öl zum Braten
  • 500 g Pfifferlinge
  • 100 ml Weißwein
  • 100 ml Gemüsefonds oder Brühe
  • 200 ml Sahne
  • ein Spritzer Zitronensaft
  • 500 g Tagliatelle
  • 1 El Speisestärke
  • Salz und Pfeffer

Du brauchst: Schneidebrett, Pinsel, Gemüsemesser, Pfanne, Topf

So geht’s:

  1. Schalotten und die Knoblauchzehe schälen, ganz fein hacken. Petersilie waschen, trocken schütteln und ebenfalls fein hacken.
  2. Pfifferlinge putzen: möglichst nur mit einem Pinsel, Küchenpapier oder bei hartnäckigem Dreck mit einem spitzen Messer, die Pilze von Tannennadeln, Erde und Schmutz befreien. Feuchte Stellen herausschneiden und die Enden kappen.
  3. Öl in einer Pfanne erhitzen und die Pfifferlinge kurz scharf anbraten. Schalotten und Knoblauch dazu geben, bei mittlerer Hitze kurz glasig anschmoren. Mit Weißwein ablöschen und einkochen. Alkohol verdampfen lassen, anschließend Gemüsefonds und Sahne zugießen, dann kurz aufkochen.
  4. In der Zwischenzeit Tagliatelle nach Packungsanweisung in reichlich Salzwasser kochen.
  5. Speisestärke mit etwas kaltem Wasser anrühren, zum Binden in die Pfanne zu der Pfifferlingsauce geben.
  6. Mit etwas Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken, gehackte Petersilie unter die Sauce mischen.
  7. Pfifferlingsauce entweder portionsweise auf die Tagliatelle-Nester geben oder die Nudeln direkt in der Pfanne unter die Sauce mischen und in einer großen Schale servieren.

Pfifferlingsauce mit Tagliatelle: sahnig, cremig, lecker

Tipp:

  • Wer Pfifferlingsauce lieber etwas herzhafter mit Schinken mag, brät ihn einfach kleingeschnitten mit.
  • Pfifferlingsauce schmeckt auch als Beilage zu gebratenem, hellem Fleisch oder einfach nur mit Baguette. Und natürlich müssen es nicht Tagliatelle sein – es passen Nudeln aller Art dazu.
  • Hast Du zum Reinigen keinen Pinsel parat, kannst Du auch eine weiche Zahnbürste benutzen.  Sind die Pfifferlinge zu schmutzig, dann können sie auch kurz mit Wasser abgespült, anschließend mit dem Küchentuch vorsichtig trockengetupft werden. Bitte nicht in Wasser einlegen, denn dadurch wird der Pilz schwammig und verliert sein Aroma.
  • Pfifferlinge sollten auf jeden Fall gut erhitzt werden. Da sie in der Natur gesammelt werden, könnten Waldbewohner ihre Spuren hinterlassen haben und Eier des Fuchsbandwurms abgelegt worden sein.
  • Pfifferlinge sollten gleich verbraucht oder nur bis zu zwei Tagen im Kühlschrank lagern.
  • Beim Kauf sollten die Pilze goldgelb sein und keine feuchten, dunklen Stellen haben. Außerdem sollten die Ränder der Pfifferlingshüte weder dunkel gefärbt noch schrumpelig sein.
  • Erntezeit ist von Ende Juni bis Oktober. Je regenreicher die Sommer sind, desto mehr Pilze gibt es.
  • Pfifferlinge lassen sich einfrieren. Am besten kurz in heißem Wasser blanchieren, nicht abschrecken, gut auf einem Küchentuch abtropfen und ganz trocknen lassen, dann einfrieren.

Gut zu wissen:

  • Leider können alle Waldpilze auch Schwermetalle und radioaktive Stoffe speichern. Deshalb sollte man Pfifferlinge nicht öfter als einmal pro Woche und maximal 250 Gramm essen. Wer mehr darüber wissen möchte, kann diese Empfehlung hier nachlesen.
  • Wer selber Pilze sammeln möchte, sollte sich auf jeden Fall vorher genau informieren wie man Speise- von Giftpilzen unterscheiden kann: Stiftung Warentest

Ein kleiner Gruß aus Dee’s Küche!


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Pfifferlingsauce: sahnig, cremig, lecker | Dee's Küche
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Tagliatelle mit Pfifferlingsauce
Vorbereitungszeit
15 Min.
Zubereitungszeit
15 Min.
Arbeitszeit
30 Min.
 
Portionen: 4
Zutaten
  • 2 Schalotten
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Bund glatte Petersilie
  • 2 El Öl zum Braten
  • 500 g Pfifferlinge
  • 100 ml Weißwein
  • 100 ml Gemüsefonds oder Brühe
  • 200 ml Sahne
  • 500 g Tagliatelle
  • 1 El Speisestärke
  • Salz und Pfeffer
Anleitungen
  1. Schalotten und die Knoblauchzehe schälen, ganz fein hacken. Petersilie waschen, trocken schütteln und fein hacken.

    Pfifferlinge putzen. Dazu möglichst nur mit einem Pinsel, Küchenpapier oder bei hartnäckigem Dreck, mit einem spitzen Messer, die Pilze von Tannennadeln, Erde und Schmutz befreien, feuchte Stellen herausschneiden und die Enden kappen.

  2. Öl in einer Pfanne erhitzen, Pfifferlinge zugeben und kurz scharf anbraten. Schalotten und Knoblauch zugeben, bei mittlerer Hitze kurz glasig anschmoren. Mit Weißwein ablöschen und einkochen lassen. Alkohol verdampfen lassen, anschließend Sahne zugießen, kurz aufkochen.

    In der Zwischenzeit Tagliatelle nach Packungsanweisung in reichlich Salzwasser kochen.

  3. Speisestärke mit etwas kaltem Wasser anrühren, zum Binden in die Pfanne zu der Pfifferlingsauce geben.

    Gehackte Petersilie unter die Sauce mischen und mit etwas Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken.

    Pfifferlingsauce entweder portionsweise auf die Tagliatellenester geben oder Nudeln mit in die Pfanne geben, alles vermischen und in einer großen Schale servieren.

6 Komentare
  • Ginger by Choice I Food & Lifestyle Blog
    September 8, 2017

    In Deutschland ist Herbst meine Lieblings-Jahreszeit. Es ist einfach herrlich, wenn die Blätter sich verfärben, die Luft wunderbar frisch riecht und der Waldspaziergang noch schöner wird. Abends dann ein tolles Pilzgericht und ich bin glücklich. Pasta mit Pfifferlingen ist da immer eine gute Idee.
    Hier in Amerika muss ich die Augen offen halten. Bis jetzt habe ich noch keine der herrlichen, gelben Waldbewohner entdeckt. Aber bald sind wir auf Urlaub in der Heimat, da gibt es momentan Pilze en masse auf dem Markt! Vielen Dank für das tolle Rezept, ich werde es auf jeden Fall (hier in Tennessee oder in good old Germany) ausprobieren!

    Ginger by Choice I Food & Lifestyle Blog
    http://www.gingerbychoice.de

    • Saskia
      September 13, 2017

      Das freut mich liebe Eva! Pfifferlinge waren heute schon rar auf dem Markt. Hier „herbstelt“ es so langsam und der erste Sturm des Herbstes zieht über Norddeutschland hinweg.
      Herzliche Grüße,
      Saskia

  • Anett
    September 13, 2017

    Schönes Rezept, liebe Saskia . Ich mag Pfifferlinge auch sehr und in Kombination mit Sahne und Pasta…unglaublich lecker .

    Liebe Grüße
    Anett

    • Saskia
      September 13, 2017

      Ja, Sahne und Pasta geht bei mir immer. In den unterschiedlichsten Kombis.Ich wollte heute eigentlich noch einmal Pfifferlingpasta machen aber es gab keine auf dem Markt. Ich freue mich, dass Du vorbeigeschaut hast!
      Liebe Grüße,
      Saskia

  • Daniela
    September 19, 2017

    Ich mag das auch sehr gerne und koche auch oft eine ähnliche Pilzpastasauce. Dazu eine feine Pasta, was will man mehr.
    Deine Fotos sind mal wieder traumhaft schön.

    Herzlich Daniela

    • Saskia
      September 22, 2017

      Liebe Daniela,
      da hast Du Recht – was will man mehr. Diese Sauce passt übrigens außerhalb der Pfifferlingsaison auch prima zu braunen Champignons.
      Danke für Dein liebes Kompliment.
      Herzliche Grüße zurück,
      Saskia

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